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Waldkraiburg/München: "Das perfekte Model gibt es nicht"

"Das perfekte Model gibt es nicht"

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Waldkraiburg/München - Kay Rainer kleidete gestern Abend in der Castingshow "Das Perfekte Model" die Kandidatinnen mit seinen Kreationen ein.

OVB

© VOX

Hatte gestern Abend bei der Vox-Show "Das Perfekte Model" mit 38 Laienmodels, zwei echten Topmodels, vier Kameras und Zickereien hinter den Kulissen zu tun: Kay Rainer. Der aus Waldkraiburg stammende Modedesigner stattete die Kandidatinnen mit Abendkleidern aus seiner Kollektion aus. Gedreht wurde die Sendung in München in der Alten Börse.

Die zwei Jurorinnen und international erfolgreichen Laufstegschönheiten Eva Padberg und Karolina Kurkova haben den Waldkraiburger engagiert - bei Heidi Klums TV-Show wollte Rainer nicht dabei sein.

Im Interview mit innsalzach24.de berichtet der aus Waldkraiburg stammende Modeschöpfer, sympathisch und authentisch, was sich hinter den Kulissen der Castingshow abspielt.

Herr Rainer, warum haben Sie Heidi Klum ab- und bei Eva Padberg zugesagt? Hätte Ihnen "Germany's next Topmodel" mit Klums Kontakten nicht mehr gebracht?

Heidi Klum wollte mich für eine große Modenschau in L.A., aber wissen Sie, L.A. bringt mir nichts. Die Kunden, die ich erreichen will, sitzen nicht in Los Angeles, sondern in Deutschland und Österreich. Ich habe Heidi angeboten, als Jurymitglied zu fungieren. Aber da hatte sie ja noch die anderen beiden unter Vertrag, das hat also nicht geklappt. Und wenige Wochen später kam das Angebot von Vox, für "Das Perfekte Model" eine Show zu machen. Das hat mir dann viel besser gefallen. Ich hatte ohnehin eine große Show in München geplant. Und ehrlich gesagt, war meine Lust, mit Heidi Klum zu arbeiten, nicht besonders groß....

Was haben Sie in der Show von Ihrer Mode gezeigt?

Ich konzentriere mich mit meinem Label weitestgehend auf Abend- und Cocktailkleider. Und bei der Show gestern Abend habe ich einfach einen breiten Überblick aus meiner Mode gezeigt. Ich will ja, dass die potentiellen neuen Kunden mich kennenlernen.

Wie war die Arbeit mit den Nachwuchs-Models? Gab es Backstage mal die ein oder andere Zickerei?

Im Großen und Ganzen war die Arbeit mit den Models hervorragend. Ich war anfangs einfach total überfordert. Da stehen Sie vor 38 Laienmodels, zwei Topmodels, vier Kameras und dem Stylingteam und alle Augen sind auf Sie gerichtet - da kann man schon mal durcheinander kommen. Stressig war's natürlich auch, wir hatten nur einen Nachmittag Zeit für das Fitting. Und natürlich ist unter den Mädels der Konkzurrenzkampf ausgebrochen.

Zum Beispiel?

Zum Beispiel als es darum ging, wer die Laufstegshow mit einem besonderen Kleid eröffnen darf - vor allem unter den Blondinen gab's da Zickereien. Und streng musste ich auch bleiben, als eins der Mädchen partout ihr Pflaster am Fuß behalten wollte, trotz offener Schuhe. Aber ein Pflaster bei einer Modenschau, das können Sie vergessen!

Wie muss Ihrer Meinung nach das perfekte Model sein? Und war ein Mädchen mit so einem Potential dabei?

Also das perfekte Model gibt es nicht. Das ist immer noch vor allem Geschmackssache. Aber einige Attribute sind natürlich unerlässlich. Meine Models müssen ohne Schuhe 1,75 Meter groß sein, Größe 34/36 tragen und sie müssen wandelbar sein. Das ist das A und O. Und ja, da sind bei der Show schon zwei, drei Mädchen dabei, die sich als sehr wandelbar erwiesen haben.

Wie sieht es mit dem "Magerdiktat" in der Szene aus?

Ich mache zwar auch Mode für die normale Frau mit Kleidergrößen bis 44, aber auf den Laufstegen werden tatsächlich die sogenannten "Hungerhaken" bevorzugt. Ich wurde sogar nach einer Show schon mal angesprochen, was denn die "Dicke" - ein Mädchen mit Kleidergröße 38 - da zu suchen gehabt hätte. Erschreckend, aber es ist die Erwartung der Leute.

ds/innsalzach24.de

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