Mitte September, zum Ende der Freiluftsaison ein großes Tennisturnier zu veranstalten, ist immer mit einem gewissen Wetterrisiko verbunden. Doch die rührigen Veranstalter des Inntal-Tennis-Turniers, bei dem vom 16. bis 18. September um wertvolle DTB-Ranglisten- und Leistungsklassenpunkte wie auch um ein Preisgeld von insgesamt 3500 Euro gespielt wurde, sind auch in diesem Jahr noch ganz gut weggekommen. Knapp 100 Spielerinnen und Spieler hatten laut Turnierleiter Wolfgang Rapp für das weit über das Inntal bekannte 27. Inntal-Tennis-Turnier des DTC Brannenburg gemeldet und konnten ihre Spiele bei zum Teil noch sehr sommerlichen Temperaturen am Freitag und Samstag auf den Anlagen in Brannenburg, Flintsbach und Nußdorf durchführen. Sogar die Halbfinalspiele am Sonntagmorgen fanden noch draußen statt, bevor die angesagte Regenfront in Brannenburg ankam. Die drei Finalspiele mussten deshalb in die Tennishalle Neubeuern verlegt werden.

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Herren-B-Sieger in Brannenburg: Moritz Holzer (TC Bruckmühl-Westerham). Fotos Rapp
Auch dort war dann das zu sehen, was zuvor schon die zahlreichen Zuschauer begeistert hat: hochklassiges Tennis in zum Teil sehr spannenden, ausgeglichenen und ausgesprochen fairen Spielen. Im 24er-Feld der Damen spielte sich die an drei gesetzte Natalie Pröse (THC Hanau, DTB 134) mit einem hart umkämpften Dreisatzsieg gegen Katharina Schöttl (TC Gauting) ins Finale. Dort traf sie auf die ungesetzte Österreicherin Kristin Haider-Maurer, die für den TC Rot-Weiß Landshut aufschlägt und sich nach Babypause in ausgesprochen starker Form präsentierte. Sie warf die an zwei gesetzte Melissa Lutring (TEC Waldau) mit 6:3 und 6:1 aus dem Turnier und blieb bis ins Finale ohne Satzverlust. Im Halbfinale besiegte sie die an drei gesetzte Katerina Matysova (TF Dachau) mit 6:1 und 6:2. Unter den Augen ihrer mitgereisten Familie samt zehnmonatiger Tochter Lea holte sie sich dann mit einer starken kämpferischen Leistung zum ersten Mal in Brannenburg den Titel. Sie siegte im Finale mit 6:3, 4:6 und 6:1 gegen Natalie Pröse, die am Ende ihrem langen Halbfinalmatch vom Vormittag körperlich Tribut zollen musste.
Kristin Haider-Maurers Ehemann Mario (TC RW Landshut, DTB 150) konnte sich bei den Herren A in diesem Jahr bereits zum vierten Mal über den Siegerpokal und Siegerscheck freuen. Er holte sich souverän ohne Satzverlust den Titel. Im Halbfinale deklassierte er den an eins gesetzten Sebastian Fitz (TC Ravensburg, DTB 96) mit 6:0 und 6:1. Im Finale traf er auf den an zwei gesetzten Julian Onken (Uhlenhorst Hockey, DTB 145), der sich mit einem 6:1 und 6:2 über Dominik Haider (TC Piding) ins Finale spielte. In der Halle dominierte Haider-Maurer mit seinem druckvollen, schnellen Spiel und siegte überraschend klar mit 6:1 und 6:3.



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