420.01.10|Rosenheim Stadt
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Rosenheim - Über 700 Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Oberbürgermeisterin ins Kultur-
Wenn Holger Ruppert arbeitet, wirbeln seine Hände durch die Luft. Manchmal sieht es aus, als würde er Bilder malen oder einen Tanz aufführen. Was für Gehörlose die einzige Möglichkeit ist, sich zu verständigen, fasziniert oftmals die Hörenden. "Sie staunen nicht selten über diese ästhetische Ausdrucksweise mit der starken Mimik und Gestik", so seine Erfahrung.
Für Ruppert ist diese außergewöhnliche Sprach-
Alles kann man damit erzählen. Es gibt mittlerweile Gedichte in Gebärdensprache und Computer-
Dass seine Familie "anders" ist als die "Welt da draußen" ist dem heute 34-
Vor einigen Jahren eröffnete Ruppert in München die erste Gebärdenschule Bayerns, und dort gibt er jetzt sein Wissen auch an Hörende weiter, denn auch von ihnen wollten immer mehr die Gebärdensprache lernen.
Für die Gehörlosen ist das ein weiterer Meilenstein. Lange Zeit wurden sie kaum in die Gesellschaft integriert. "Dieser Sinnesverlust trennt einen Gehörlosen von seinen Mitmenschen", meint Ruppert. Darum hätten die Gehörlosen nach und nach ihre ganz eigene Sprache und eigene Kultur gefunden.
Erst im Zuge der Gebärdensprachbewegung Ende des 20. Jahrhunderts seien gesellschaftliche und politische Veränderungen zugunsten der Gehörlosen vollzogen worden. Gesetzlich anerkannt habe man die Sprache der Gehörlosen erst 2002.
Doch die Integration sei damit noch lange nicht abgeschlossen. "Für die Gleichstellung der gehörlosen Menschen muss noch viel getan werden", meint der Gebärden-
Trotz seiner langjährigen Erfahrung als Gebärden-
Doch nach einigen Minuten löse sich die innere Anspannung und er konzentriere sich nur noch auf seine Aufgabe, getreu seiner Vision: "Eine transparente Brücke zwischen der Welt der Gehörlosen und Hörenden schaffen." wu
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