030.11.09|Rosenheim StadtFacebook
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Eine Tochter flieht aus ihrem Elternhaus, zwei Geschäftspartner stehen vor einem Rechtsstreit. In Familien und Wirtschaft spielt Streitschlichtung eine immer wichtigere Rolle. Im Ludwigshof stellte der Verband für Konfliktlösung und Mediation seine Arbeit vor.
Rosenheim - Wenn sich zwei Geschäftspartner über eine offene Rechnung streiten, droht eine gerichtliche Auseinandersetzung. Dann entstehen hohe Kosten und die Beziehung ist zerstört. Allerdings gibt es eine Alternative: Mediation.
Diese Streitschlichtung präsentierte der gemeinnützige Verband für Konfliktlösung und Mediation vor über 100 Gästen im Ludwigshof. Zur Unterstützung war TV-
Auf der Bühne der Musikschule demonstrierte er mit zwei Darstellern eine Wirtschaftsmediation: Zwei Geschäftsführer stritten sich über eine offene Rechnung. Im schlimmsten Fall hätten Kosten von bis zu 22000 Euro entstehen können, obwohl es nur um ein paar Schrauben ging.
Eine Mediation läuft grundsätzlich in fünf Phasen ab. Vor dem ersten Gespräch schließen die Medianten, also die Streitparteien, einen Vertrag und legen Regeln für die Gespräche fest.
Nach dem Vertragsschluss zeigte sich in einer Diskussion, dass das persönliche Verhältnis der Geschäftsführer gestört war. Also musste Kolb immer wieder eingreifen und als neutrale Person vermitteln.
Auch in der Wirtschaft ist der Hintergrund eines Streits meist eine persönliche Verletzung. Deshalb sucht der Mediator nach einem Bedürfnis, das die Interessen beider Parteien berücksichtigt und Grundlage für eine Einigung darstellt. Während der Mediation soll er jedoch keine Lösungsvorschläge machen, weil die Beteiligten sich diese selbst erarbeiten sollen.
Zum Abschluss wird die Lösung in einer Mediationsvereinbarung festgehalten. Sollte es doch zu einem Rechtsstreit kommen, würde ein Mediator nie als Zeuge aussagen. lm
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