Rosenheim – Ausdrücklich hatte der Stadtrat beim Bau der Verbindung unter den Gleisen das Einrichten einer Bushaltestelle am „Bahnhof Süd“ in der Klepperstraße gefordert.

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Autofahrer sind am Bahnhof Süd gut mit Parkplätzen versorgt, auch Fahrradfahrer. Nur eine Bushaltestelle fehlt noch.
Die Busunternehmen können allerdings nicht gezwungen werden, eine solche anzufahren. Für den Stadtbusverkehr wird eine Haltestelle an dieser Stelle frühestens 2015 interessant. Dann soll die Bahnunterführung in der Kufsteiner Straße erneuert werden.
Die SPD-Fraktion hatte jetzt gedrängt. Der Bahnhof sei durch die neue Unterführung auch vom Süden her sehr gut zu erreichen. Dies werde von den Bahnkunden, die per Rad oder Pkw zum Bahnhof kommen, bestens angenommen. Nur der Öffentliche Personennahverkehr fahre den Bahnhof von Süden her nicht an. Dies würde aber gerade für die Buslinien aus dem Süden eine deutliche Verkürzung der Fahrzeiten bedeuten.
Ingmar Töppel, Geschäftsführer des Stadtbusunternehmens Kroiss, machte im Verkehrsausschuss des Stadtrats deutlich, dass er die Linienführung seiner Busse unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehen muss. Zum derzeitigen Zeitpunkt sei diese Wirtschaftlichkeit bei einer Haltestelle am Bahnhof Süd aber nicht gegeben. Egal, wie man die Linie lege, es gebe erhebliche Hindernisse.
Busse, die über die Traithenstraße Richtung Bahnhof fahren, müssten einen 500-Meter-Schlenker nach rechts zum Bahnhof Süd machen. „Da fahren wir dann unsere Kunden fünf Minuten sinnlos spazieren“, gab Töppel zu bedenken.
2015 soll nach derzeitiger Planung Baubeginn für die Bahnunterführung in der Kufsteiner Straße sein. Die Tragfähigkeit ist nach 2016 nicht mehr gesichert. Die DB-Netz-AG hat die Entwurfsplanung für den Neubau der Unterführung bereits erstellt. Ein Planfeststellungsverfahren muss noch folgen. Die Bauzeit wird mit bis zu zwei Jahren angenommen.
In dieser Zeit könne man eine Bushaltestelle in der Klepperstraße sicher mit Leben füllen, ist Töppel überzeugt. Dann sei sie sicher absolut notwendig. Andreas Lakowski (SPD), meinte sogar, eventuell lasse sich die Anbindung an den Bus nicht nur in dieser Zeit, sondern auch später ganz über die Klepperstraße abwickeln.
Diesen Gedanken wollte Peter Rutz, Stadtrat der Grünen, nicht weiterspinnen. Gerade plane die Stadt einen eigenen Umland-Busbahnhof neben dem Bahnhofsvorplatz. Dort müssten auch in Zukunft sämtliche Umsteigemöglichkeiten in die Stadtbusse gegeben sein.
Der Regionalverkehr Oberbayern wird sich nach den Worten des Rosenheimer Geschäftsführers Franz Polland gleichfalls mit dem Thema beschäftigen. Gerade für die Busse, die von Raubling oder Neubeuern kommen, sei der Bahnhof Süd eine interessante Alternative. Die Frage, ob der Bahnhof Nord überhaupt noch angefahren werden müsse, stehe dann aber tatsächlich im Raum.
Im September wird der Ausschuss noch einmal diskutieren.
bi/Oberbayerisches Volksblatt
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