Rosenheim - In Rekordzeit wurde am Samstag der Maibaum der Rosenheimer Traditionsvereine auf dem Gelände der Landesgartenschau errichtet. Eine Stunde früher als geplant stand das Sinnbild bayerischen Brauchtums. Kein Wunder, denn beim Aufrichten gab es jede Menge helfender Hände. **Bilder auf rosenheim24.de**

© Schlecker
Viele Zuschauer hatte das Aufstellen des Maibaums auf dem Gelände der Landesgartenschau angelockt.
Plattler, Volkstänzer und Blasmusikanten umrahmten das große Maibaumfest. Im Mittelpunkt stand natürlich der 26,93 Meter lange und rund 1200 Kilogramm schwere Maibaum. Gestiftet wurde der Baum von einem Landwirt aus Wernhardsberg.
Die Vorbereitungen für das Aufstellen des Maibaums hatten bereits Mitte vergangenen Jahres begonnen. So wurden die Holz- und Malarbeiten von Baum und Tafeln von Schülern der Berufsschule I in Rosenheim ausgeführt.
Bis zum Aufstellen wurde das Prachtstück auf dem Gelände des Bundesgrenzschutzes gelagert, natürlich streng geheim gehalten, um es vor Dieben zu schützen.
Die Auslöseverhandlungen waren hart und intensiv, aber schließlich konnte der Baum pünktlich zum Start des Festzuges gebracht werden, der sich über Prinzregenten- und Rathausstraße zum Eingang Süd der Landesgartenschau bewegte.
Viele Rosenheimer Firmen und Institutionen unterstützten das Maibaumfest großzügig. Alle Rosenheimer Traditionsvereine halfen bei der Durchführung des Festes und beim Aufstellen kräftig mit, darunter die Trachtenvereine Alt Rosenheim, Innviertler Rosenheim, Rosenheim Stamm I und Kaltentaler Pang. Außerdem engagierten sich die Gebirgsschützen, der Volkstanzkreis, der Spielmannszug und die Freiwillige Feuerwehr Rosenheim.
Das Aufstellen entpuppte sich dann als nicht ganz einfach. Denn auf ein Fundament wurde bewusst verzichtet. Somit musste für einen sicheren Stand zunächst ein 2,50 Meter tiefes Loch ausgehoben werden.
Bereits im Herbst, nach Ende der Landesgartenschau, soll der Maibaum wieder umgelegt werden. Was dann mit ihm passiert, steht im Moment noch nicht genau fest.
Besonders kritisch wurde das Aufstellen von dem "Maibaumbeauftragten" und Projektleiter Herbert Dasch verfolgt. "Die Männer haben alle guten Arbeit geleistet. Darum ging alles so schnell und vorschriftsmäßig", lautete sein abschließendes Urteil.
Einigen der zahlreichen Schaulustigen fiel auf, dass der Baum am Schluss nicht ganz kerzengerade stand. Doch Desch hatte dafür eine gute Erklärung: "Wir haben alles ganz genau geplant und dabei auch den Wind miteinbezogen. In den nächsten Tagen wird dieser dafür sorgen, dass der Baum automatisch gerade gerückt wird."
wu/Oberbayerisches Volksblatt
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