031.07.10|Rosenheim Stadt|7 Kommentare
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Rosenheim - Manche haben es noch gar nicht wahrgenommen, aber Rosenheim hat eine richtige Altstadt mit Flair.

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Nach vielen Jahren, in denen Baumaschinen das Bild an allen Ecken bestimmten, Straßen aufgerissen, Kanäle neu gebaut und Pflastersteine verlegt wurden, fügt sich alles zu einem harmonischen Bild. Einige Rosenheimer spazieren höchst verblüfft durch die Wein-
Schönheit weckt aber auch Begehrlichkeiten. Alle Gastronomen wollen jetzt Stühle und Tische nach draußen stellen. In endlosen Sitzungen haben sich die Stadträte schon mit dem Thema beschäftigt. Die einen kämpften um den Erhalt möglichst vieler Parkplätze, die anderen dagegen. Man traf sich etwa in der Mitte. Von 19 Parkplätzen fielen in der Wein-
Der Hofbräukomplex hat eine ansprechende Fassade. Davor gibt es, an der Einmündung zur Kaiserstraße, eine Ladezone. Sie ist besonders wichtig für Veranstalter, die den Hofbräusaal nutzen. Manchmal steht dort stundenlang ein Lastwagen. Der Blick ist dann versperrt, von innen für die Gäste eines Lokals, von draußen auf die attraktive Fassade. Der Gastronom, der das Lokal betreibt, hat beantragt, die Ladezone weiter nach hinten zu verlegen, dann könnte er auf der freiwerdenden Fläche Tische und Stühle aufstellen und Gäste bewirten. Drei Parkplätze würden dafür wegfallen.
Protest kommt aus den Reihen der CSU: Der Fraktionsvorsitzende Herbert Borrmann befürchtet zusätzlichen Lärm im Quartier, wo Parkplatzsuchende und fröhliche Nachtlichter den Anwohnern schon jetzt die Ruhe rauben, und er befürchtet die schleichende Einführung einer Fußgängerzone. Sein "Nein" und das seiner CSU-
Die SPD habe den Altstadtbereich immer schon parkplatzfrei haben wollen, betonte Andreas Lakowski. Bärbl Thum von der WIR beklagte, solange neben den Anliegerparkplätzen auch nur ein einziger Parkplatz für die Allgemeinheit angeboten werde, würden Autofahrer genau diesen ansteuern, um zu schauen, ob er frei ist und sinnlos endlose Runden drehen. Peter Rutz von den Grünen rühmte das "fast schon italienische Flair" der Altstadt. Nur die Autos würden stören.
Wie die Gastronomiefläche in der kühlen Jahreszeit genutzt werden solle, wenn niemand draußen sitzen mag, wollte Dezernent Hermann Koch als Verwaltungsmann wissen. Zum ständigen Parken könne man die Fläche nicht freigeben. Der Bereich sei zu eng, die Fußgänger würden auf die Straße gedrängt. Wenn kein Ladebetrieb herrscht, wird dort allerdings auch jetzt schon verbotenerweise geparkt. Kochs Frage musste jedoch gar nicht mehr beantwortet werden. Der Ausschuss stimmte mit 5:4 Stimmen gegen das Verlegen der Ladezone.
Versenkbare Poller, so meinte Gabriele Bauer, könnten vielleicht helfen, das Gebiet grundsätzlich nachts zu beruhigen und den Anliegern und Rettungsdiensten dennoch die Zufahrt zu gewährleisten. Damit, so versicherte Herbert Borrmann, könne er sich eventuell anfreunden. Ihm gehe es vorrangig um den Schutz der Anwohner, denen man versprochen habe, eine weitere Ausbreitung der Gastronomie in ihrem Viertel nicht zuzulassen. Wenn Poller dazu führen, dass nächtlicher Parksuchverkehr unterbleibt, sei dies eine Überlegung wert. Die Diskussion wird also weitergehen.
Elvira Biebel-
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