Rosenheim - Nachdem der Haupt- und Finanzausschuss das 8,3-Millionen-Euro-Projekt bereits einstimmig befürwortet hatte, lag der Projektbeschluss über den zweiten Bauabschnitt der Generalsanierung des Kultur- und Kongresszentrums (Kuko) nun dem Stadtrat vor.

© cs
Das Kultur- und Kongresszentrum.
Das Projekt beinhaltet umfangreiche Sanierungsmaßnamen bis ins Jahr 2016, die übersichtlich als jeweilige Jahresprogramme dargestellt wurden.
Hochbauamtsleiter Andreas Holzmann erläuterte dem Gremium anhand von Bildprojektionen, was es mit dem dicksten Brocken, der für 2014 vorgesehenen Sanierung der sogenannten Obermaschinerie der Bühnentechnik mit einem Kostenumfang von 1,8 Millionen Euro, auf sich habe. Mit Fotos vom Schnürboden führte er in das Herzstück der Bühnentechnik. Hierbei geht es speziell um die Elektromotoren der Seilzüge, an denen Lasten bis zu 500 Kilogramm hängen dürfen. Einer der Einheiten musste bereits ersetzt werden.
Der TÜV, so Holzmann, fordere eine Aufrüstung der 30 Jahre alten Anlage. Unter anderem müssten neue zusätzliche Motorbremssysteme bei den Seilzügen eingebaut werden. Dazu komme eine neue Verkabelung sowie ein Austausch des Steuerpults von 1982, das nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine zeitgemäße Bühnentechnik entspreche.
"Könnte die auf 2016 terminierte Erneuerung der Lautsprecheranlage nicht vorgezogen werden?", erkundigte sich CSU-Stadträtin Eleonore Dambach, und die Oberbürgermeisterin nickte dazu: "Wer da öfter reden muss, weiß um die Problematik." Kämmerer Karl Zinsmeister antwortete, beim genaueren Planen und Durchrechnen der Gesamtmaßnahme werde geprüft, ob sich durch Einsparungen die auf 273.000 Euro veranschlagte neue Saalbeschallung früher realisiert werden könne.
Stadträtin Bärbel Thum von der Wählerinitiative WIR schlug vor, den gesamten Maßnahmenkatalog bis einschließlich 2016 in einer Sondersitzung vorzustellen, da sie den ersten Punkt der vierteiligen Beschlussvorlage, der grundsätzlichen Zustimmung zum zweiten Bauabschnitt, ohne nähere Kenntnis nicht zustimmen könne.
So ließ die Rathauschefin getrennt abstimmen; den ersten Punkt befürwortete der Stadtrat gegen Thums eine Stimme, die weiteren drei passierten das Gremium einstimmig. Für 2012 werden damit in der haushaltslosen Zeit Mittel für die Brandschutzmaßnahmen in Höhe von 1,07 Millionen Euro bereitgestellt.
Nach der Abstimmung wandte sich die Oberbürgermeisterin schmunzelnd an Bärbel Thum: "Seit Sie nicht mehr im Schuldienst sind, Frau Kollegin, sind Sie umso diskussionsfreudiger..."
hh/Oberbayerisches Volksblatt
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