Rosenheim - Das Gesetz zur Ausführung der Sozialgesetze trat 2007 in Kraft. Mit seinem Artikel 69 bildet es die gesetzliche Grundlage für die Entwicklung eines senioren-politischen Gesamtkonzeptes. Noch im gleichen Jahr hat der Stadtrat den ursprünglichen Altenplan aus dem Jahr 1995 fortgeschrieben und im Hinblick auf ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept überarbeitet.
Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer: "Der Altenplan wurde zusammen mit dem Arbeitskreis Altenhilfe erarbeitet. Die Stadt wird ihn 2012 neuerlich fortschreiben und ihn an aktuelle Anforderungen anpassen."
In einem weiteren Schritt fand eine Zukunftswerkstatt für Senioren statt. Unter dem Motto "Was stört uns, was wünschen wir uns, was können wir erreichen?" entwickelten Senioren Ideen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter.
Laut Sozialamtsleiter Christian Meixner ist die Stadt in vielen Bereichen bereits gut aufgestellt. Senioren stehe ein umfangreiches Beratungsangebot zur Verfügung und es gebe innovative Ideen für generationsübergreifende Projekte.
In Zusammenarbeit mit dem Verein Pro Senioren unter dem Vorsitz von Notar Lothar Walter Lederer wurde 2008 für die Akteure der Rosenheimer Seniorenarbeit eine Koordinierungsstelle installiert. Unter Leitung von Dagmar Pawelka sollen Angebote und Einrichtungen besser vernetzt werden.
Nachholbedarf sieht Dezernent Michael Keneder bei der Betreuung von Demenz-kranken: "Deren Zahl nimmt angesichts der demografischen Entwicklung stetig zu, auch in Rosenheim." Mit dem Demenzwegweiser, den 2010 der Verein Pro Senioren veröffentlichte, sei man auf diesem Gebiet einen wichtigen Schritt vorangekommen. Dennoch müssten Angebote für Betroffene und Angehörige weiter ausgebaut werden.
Ein zunehmendes wichtiges Thema ist die Barrierefreiheit. Stufen, schmale Türen und zu hohe Badewannen sind die Klassiker, die den Senioren den Alltag erschweren. "Erfreulich ist, dass Pro Senioren altersgerechtes Wohnen und Demenz in Arbeitskreisen behandelt und dazu Strategien entwickelt", so Keneder. re
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