Rosenheim - Zur "Zeitungsredaktion" wurde eine 8. Klasse des Finsterwalder-Gymnasiums. In den vergangenen Wochen haben die Jugendlichen zusammen mit der Referendarin Isabell Schneider eine eigene Zeitungsseite erarbeitet.

© Schlecker
Die Schülerinnen und Schüler dieser 8. Klasse des Finsterwalder-Gymnasiums zeigen stolz ihre selbstproduzierte Zeitungsseite.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Thema "Sucht" wurde aus verschiedensten journalistischen Blickwinkeln heraus beleuchtet und dargestellt.
Das Thema "Zeitung" spielt im Lehrplan der Schulen schon seit vielen Jahren eine wichtige Rolle. Das Medium kommt auf verschiedenste Weise im Unterricht zum Einsatz. "Immer wichtiger wird dabei jetzt aber die Realitätsnähe", so die Erfahrung von Referendarin Isabell Schneider. Das bedeutet, Kinder und Jugendliche sollen sich nicht mehr nur an fertigen Zeitungstexten orientieren, sondern selbst einmal schriftstellerisch tätig werden.
Im Finsterwalder-Gymnasium geschah das nun auf professionelle Art und Weise. Verschiedenste journalistische Darstellungsformen wie Glosse, Interview oder Reportage kamen dabei zur Anwendung. Am Schluss wurde sogar ein Layout erstellt - heraus kam die Seite "Aufgepasst!".
Auch wenn diese nicht in einer Zeitung abgedruckt wird, sind die daran beteiligten Jugendlichen enorm stolz auf ihre Arbeit. Gelernt haben sie dabei vor allem eines: "Solche Texte zu schreiben, ist ganz schön schwierig."
Mit dem Ergebnis ihrer journalistischen Arbeit ist Lena sehr zufrieden. "Das hat viel Spaß gemacht", meint sie. Jetzt will sie den Text bald auch ihrer Freundin zu lesen geben: "Ich bin mir sicher, auch ihr wird das gefallen."
Einig waren sich fast alle der Nachwuchs-Journalisten, dass der Einstieg in einen Text immer das Schwierigste ist. "Da sitzt man lange da und überlegt", so Dominik. Der 13-Jährige verfasste eine Glosse zum Thema "Spielsucht". Für ihn war das eine gute Übung für die Zukunft, denn er könnte sich gut vorstellen, den Beruf des Journalisten zu ergreifen.
Er und seine Schulkameraden nahmen das Projekt auch zum Anlass, um sich über die Medienlandschaft insgesamt Gedanken zu machen. "Für mich bedeutet Journalismus auch Macht", meinte Lena. Beispiele wie die von Bundespräsident Christian Wulff machten das deutlich.
Ein Leben ohne die Medien kann sie sich aber ebenso wenig vorstellen wie alle anderen an dem Zeitungsprojekt beteiligten Schüler. Vor allem liegt ihnen das "Produkt" Zeitung trotz elektronischem Zeitalter noch sehr am Herzen. "Mein Opa bekommt die neuesten Nachrichten mittlerweile per Handy. Doch damit kann ich nichts anfangen. Ich will Papier in meinen Händen halten", meinte einer der Jugendlichen. Sein Fazit lautet: "Zeitung gehört zum täglichen Leben dazu."
wu/Oberbayerisches Volksblatt
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