25 Jahre lang hat der Sportbund/DJK den Citylauf organisiert. In diesem Jahr fällt der Lauf aus, weil sich der Hauptsponsor zurückgezogen hat, Terminprobleme aufgetreten sind und dem Verein Leute für die Organisation fehlen. Im nächsten Jahr soll der Citylauf wieder stattfinden.

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Für viele Läufer eine Enttäuschung: In diesem Jahr kein Citylauf. Foto Ziegler
Rosenheim - "Es soll nur eine Verschnaufpause sein, im nächsten Jahr geht es weiter", beteuert Petra Kiefl, Leiterin der Abteilung Leichtathletik beim Sportbund.
Der Citylauf war 25 Jahre lang ein attraktives Laufereignis für Läufer aller Altersklassen. Meist machten sich rund 1000 Teilnehmer auf die Strecke, im letzten Jahr waren es bei Regen allerdings weniger als 800 - und der beliebte Kinderlauf fiel schon damals aus personellen Gründen aus.
Zwischen dem Rückzug als Sponsor in Rosenheim und dem in dieser Woche bekannt gewordenen bundesweiten Mitgliederschwund gibt es nach Hartauers Worten keinen Zusammenhang. Die DAK hatte als eine der ersten großen Krankenkassen Anfang des Jahres von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag von acht Euro im Monat gefordert, die Mitgliederzahl sank daraufhin um 226000 auf 4,9 Millionen. Zwar konnten auch 56000 neue Kunden gewonnen werden, doch wird in einigen Bereichen schon über die Schließung von Geschäftsstellen nachgedacht. "Rosenheim ist auf keinen Fall betroffen, wir haben gerade erst neue Mietverträge abgeschlossen, und es wird auch kein Personal abgebaut. Wir haben eher zu wenig", versichert Hartauer.
Was den Ausfall des Rosenheimer Citylaufs angeht, will er jedenfalls nicht den schwarzen Peter in der Hand halten. Als er Petra Kiefl vom Rückzug der DAK unterrichte, habe diese ihn im Gegenzug darüber informiert, der Lauf finde in diesem Jahr ohnehin nicht statt.
Tatsächlich führt Kiefl viele Gründe an. Der Wegfall der Sponsorengelder sei nur einer, wenn auch ein wichtiger. Es habe aber auch Terminprobleme gegeben. Der dritte Samstag im Juni, der übliche Termin für den Citylauf, liegt diesmal in den Pfingstferien. Dies hätte nicht nur die Zahl der Teilnehmer negativ beeinflusst. Auch auf viele der freiwilligen Helfer, die an einem solchen Tag für die Absperrungen und andere organisatorische Dinge zuständig sind, hätte man nicht zurückgreifen können. Ein Verlegen des Laufs auf einen anderen Tag hätte bedeutet, sich mit allen anderen Vereinen und Organisationen in der Region abzustimmen, um eine Terminüberschneidung zu vermeiden, eine mühsame und kurzfristig kaum zu bewältigende Aufgabe.
Wegen all dieser Probeme hat sich das Citylauf-Team entschlossen, in diesem Jahr zu pausieren. "Wir sind ein sehr junges Team und haben die Aufgabe erst vor zwei Jahren übernommen", sagt Petra Kiefl, das sei nicht einfach, zumal alle berufstätig sind. Aber man werde alles daran setzen, damit der beliebte Lauf im nächsten Jahr wieder stattfinden kann. Eines steht immerhin schon fest: Der Lauf soll wieder durch das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau führen, wie im vergangenen Jahr. bi
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