Bauer bei Löschversuch verletzt

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Als die Feuerwehr eintraf, stand der Anbau bereits voll in Flammen. Foto reisner
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Als die Feuerwehr eintraf, stand der Anbau bereits voll in Flammen. Foto reisner

Schwere Brandverletzungen hat sich am Donnerstagabend ein Landwirt (44) zugezogen, als er versuchte, das Feuer auf seinem Hof zu löschen. Bei dem Großbrand in Holzen bei Hirnsberg (wir berichteten) wurde das Stallgebäude zerstört und das Wohnhaus beschädigt.

Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund einen Million Euro. Die Brandursache steht noch nicht fest.

Bad Endorf - Gegen 17.30 Uhr wurde per Notruf der Brand auf dem Bauernhof in Holzen nahe Hirnsberg gemeldet. Schon von weitem waren die dicken Rauchwolken über dem Anwesen zu sehen. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, stand der landwirtschaftliche Teil des L-förmigen Bauernhofs bereits lichterloh in Flammen. Etliche Nachbarn waren zum Unglücksort geeilt und halfen dabei, das Vieh aus dem Stall zu retten. Die 35 Milchkühe konnten unverletzt herausgeholt und bei einem Nachbarn untergestellt werden.

Schnell griffen die Flammen auf den Dachstuhl des angebauten Wohnhauses über. Feuerwehrleute gelangten mit Drehleitern auf das Dach, öffneten es und löschten das Feuer von oben. Auf diese Weise konnte das Wohnhaus gerettet werden. "Was uns den Einsatz erschwert hat, war eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach", so Kreisbrandrat Richard Schrank, der den Einsatz leitete. Doch letztendlich sei es gelungen, die Ausbreitung der Flammen zu stoppen.

Das landwirtschaftliche Gebäude konnten die Feuerwehrleute nicht mehr retten. Es brannte samt den Heuvorräten im Obergeschoss und dem an der Außenwand aufgestapelten Brennholz bis auf die Grundmauern nieder. Auch mehrere kleinere Maschinen wurde zerstört.

Verletzt wurde bei dem Einsatz der 44-jährige Hofbesitzer. Der Landwirt zog sich bei Löschversuchen schwere Verbrennungen an den Händen und Unterarmen zu. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Spezialklinik nach Murnau, wo er noch am Freitag operiert wurde.

Insgesamt waren rund 150 Feuerwehrleute über Stunden im Einsatz, wie Schrank berichtete. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen etwa eine Million Euro. Am Tag danach war die örtliche Feuerwehr mit Abräumarbeiten am Brandort beschäftigt. Noch am Donnerstagabend nahm der Kriminaldauerdienst erste Ermittlungen auf. Am Freitag untersuchten dann Brandfahnder der Kripo die Brandruine. Wie ein Polizeisprecher erklärte, steht die Brandursache noch nicht fest.

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