Rosenheim - Der Cross Grand Prix gehört zu den größten Sportereignissen der Region. Rund 200 Fahrer aus Deutschland und Österreich nahmen teil am dritten bikeandsnow Cross Grand Prix.

© OVB
Marcus Pfandler vom RSV Rosenheim führt auf der Treppe seinen Teamkollegen Marc Kuznik an. Pfandler sicherte sich den Sieg im Seniorenrennen.
Knapp 200 Fahrer aus ganz Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Österreich kämpften in fünf Rennen um den Sieg und nebenbei um die Titel der oberbayerischen Meister. Den Sieg bei den Elite-Herren sicherte sich Cross-Spezialist Sascha Wagner. Für den RSV Rosenheim holte Marcus Pfandler den Sieg bei den Senioren.
Auf der 2,6 Kilometer langen, neu gestalteten Strecke in der Innflutmulde mit einer Laufpassage über eine Treppe und zwei künstlichen Hindernissen wurde den Teilnehmern nicht nur konditionell sondern auch technisch alles abverlangt. Die vielen neuen Kurven machten den Kurs nicht nur äußerst zuschauerfreundlich, sondern sorgten auf dem schnellen Kurs für ein ständiges "stop and go", sodass kein Streckenabschnitt wirklich Erholung bot.
Im dritten Rennen des Tages ging es für die Frauen-Elite sowie die Junioren U19 und die Klasse der Senioren 2 und 3 um den Sieg. Früh zeigte Mailin Franke aus Wolfratshausen, dass sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden würde und sicherte sich, nach dem zweiten Platz letztes Jahr souverän den Sieg und den Titel der oberbayerischen Meisterin. Platz zwei ging an Anna Knauer (Weißenburg) vor Corinna Lechner. Bei den Junioren siegte nach einem spannenden Zweikampf Dominik Hager (Lambach) vor Marco Holzschuher.
Bei den Senioren ging Lokalmatador Marcus Pfandler vom RSV Rosenheim als absoluter Top-Favorit an den Start. Nachdem er letztes Jahr Zweiter bei seinem Heimrennen wurde und dieses Jahr bereits zwei Rennen gewinnen konnte, war der Druck natürlich enorm hoch. Aber schon der Start gelang ihm und seinem Teamkollegen und Hauptorganisator Marc Kuznik perfekt, sodass sich die beiden schnell mit Jürgen Fuchs (Kelheim) absetzen konnten. Die beiden RSV-Fahrer nutzten ihre Überlegenheit gut aus und zwangen ihren Mitstreiter durch zahlreiche Angriffe immer wieder zur Nachführarbeit. So konnte sich in einem spannenden Finale Marcus Pfandler durchsetzen und überquerte jubelnd als Erster nach 40 Minuten die Ziellinie. Platz zwei ging an Jürgen Fuchs vor Marc Kuznik.
Das größte Feld des Tages bot mit 70 Fahrern das Rennen der Hobbyklasse. Hier ging es in drei Klassen, Hobby Herren, Hobby Masters und Hobby Frauen, um den Sieg. Bei den Herren stellte sich Thomas Mayer als der Schnellste heraus. Sieger der Matsers wurde Johannes Kumeth. Als schnellste Frau präsentierte sich dieses Jahr Nadja Schreder.
Als ein wahres Spektakel stellte sich das Rennen der Elite-Herren über 60 Minuten heraus. Prominenteste Fahrer im 50 Mann umfassenden Feld waren sicherlich der Crossspezialist und Zweite der deutschen Meisterschaften, Sascha Wagner aus Roßbach, sowie der österreichische Profi Peter Presslauer, der bereits elfmal österreichischer Querfeldeinmeister werden konnte. Als Lokalmatadoren vom RSV Rosenheim gingen Simon Schmidmayr und David Sylla ins Rennen. Direkt nach dem Start konnte sich eine vierköpfige Spitzengruppe um Wagner (Cross Team action line), Presslauer (Gazi's Radhaus), Thomas Lechermann und Severin Schweisguth (beide 100 ciclisti Cross Team) absetzen, während der Rest des Feldes durch einen Massensturz gebremst wurde. An der Spitze entwickelte sich nun der spannendste Wettkampf seit Bestehen des Cross Grand Prix. Ständig wechselten die Spitzenreiter und lange Zeit konnte sich niemand absetzen. Erst als Wagner mit aller Kraft das Tempo forcierte und nur Lechermann folgen konnte, teilte sich die Spitze. Wagner, der dieses Jahr schon bei 17 Crossrennen startete, konnte nun seine gesamte Erfahrung ausspielen und auf der letzten Runde nach einem weiteren Angriff alleine die Führung übernehmen. Somit konnte er sich als dritter Fahrer in die Siegerliste des Rosenheimer Cross Grand Prix eintragen. Platz zwei ging in einem packenden Endspurt zwischen Lechermann, Schweisguth und Presslauer an den österreichischen Staatsmeister Presslauer vor Schweisguth. Ein weiteres packendes Finish gab es um Platz acht. Hier kämpften Simon Schmidmayr und Anton Kaunzner (Traunstein) um den Titel des oberbayerischen Meisters. Auf der letzten Runde gab es zahlreiche Überholmanöver zwischen den beiden. Doch auf der Treppe zeigte der RSV-Fahrer Schmidmayr sein ganzes Können und setzte sich leicht von Kaunzner ab. Diesen Vorsprung gab der Rosenheimer nicht mehr her und sicherte sich den Oberbayern-Titel.
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