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Höhenmoos: Trettwer dominiert den Straßenpreis

Trettwer dominiert den Straßenpreis

019.04.11|Radsport|Radsport|
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Artikel: Trettwer dominiert den Straßenpreis

Höhenmoos - Bereits zum 48. Mal wurde der traditionelle Rosenheimer Straßenpreis der Radsportler ausgetragen. Bei frühlingshaftem Wetter kämpften in zwei Rennen über 200 Fahrer auf dem Rundkurs in und um Höhenmoos um den Sieg. Die Veranstaltung des RSV Rosenheim traf dabei bei Zuschauern und Fahrern auf sehr großen Anklang.

OVB

© Wukits

Das Hauptfeld bei der 48. Auflage des Rosenheimer Straßenpreises auf dem Weg nach Höhenmoos.

Das absolute Highlight des Tages bot das Hauptrennen der Profis und Elitefahrer um den Preis der Firma Frucade. Nach dem Start am Rosenheimer Eisstadion und der zwölf Kilometer langen Anfahrt nach Höhenmoos galt es noch zwölf Runden zu überwinden. Die 150 Starter aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Namibia hatten somit 120 Kilometer und 2000 Höhenmeter zu bewältigen. In jeder Runde stand zum Schluss der zwei Kilometer lange und steile Anstieg von Lauterbach nach Höhenmoos an, der den Fahrern alles abverlangte.

Gleich von Beginn an herrschte ein hohes Tempo, was dazu führte, dass das Feld sehr schnell kleiner wurde. Immer wieder konnten sich kleinere Gruppen absetzen, jedoch konnte keine einen entscheidenden Vorsprung rausfahren. Vor allem die Fahrer des veranstaltenden RSV Rosenheim zeigten ein aktives Rennen und präsentierten sich nicht nur kompakt als Mannschaft, sondern stellten von Beginn an klar, dass der Sieg nur über die Rosenheimer gehen würde. Bei der dritten Auffahrt zum Ziel attackierte unerwartet einer der Favoriten, Helmut Trettwer (Landshut), dem nur Dominik Böke (München) folgen konnte. Nach diesem frühen Angriff ließ man das Duo zunächst gewähren, waren doch noch 90 Kilometer zu fahren. Da man im Verfolgerfeld zunächst nicht reagierte, hatten die Spitzenreiter schnell einen Vorsprung von über einer Minute herausgefahren.

Zur Hälfte des Rennens übernahm wieder der RSV Rosenheim die Verantwortung. Somit wurde Patrick Sylla der Weg zu seinem Angriff bereitet. Am Zielberg verschärfte er das Tempo und versuchte sich mit einigen Fahrern auf die Verfolgung machen. Jedoch konnte nur Christoph Brand (Regensburg) dem Rosenheimer Abiturienten folgen. Während sich an der Spitze des Rennens der wie entfesselt fahrende Trettwer von seinem Fluchtgefährten Böke absetzen konnte, wurde Sylla nach zwei Runden seiner Verfolgungsjagd wieder vom Peloton gestellt. Trettwers Vorsprung als Führender wuchs derweil auf über zwei Minuten an, womit er einem Sieg immer näher kam.

Im stark dezimierten Verfolgerfeld war es nun Daniel Bichlmann vom RSV Rosenheim, der das Zepter in die Hand nahm. Zusammen mit Benjamin Edmüller (Irschenberg) und Bernd Brennauer (Durach) startete er 40 Kilometer vor dem Ziel seinen Ausreißversuch. Die drei harmonierten sehr gut und setzten sich schnell vom Fahrerfeld ab. Bichlmann stellte dabei seine ansteigende Form unter Beweis, war er doch die treibende Kraft bei den Verfolgern. Jedoch blieb Trettwer an der Spitze sehr standhaft und konnte sein gleichmäßiges Tempo durchziehen, wodurch sein Vorsprung konstant bei eineinhalb Minuten blieb. Knapp 30 Kilometer vor dem Ziel konnte Bichlmann seinem Fluchtgefährten nicht mehr folgen, sodass er nun alleiniger Verfolger von Trettwer war. Im nur noch 40 Mann umfassenden Peloton übernahmen die Rosenheimer Sylla, Franzl und Reuel die Kontrolle.

OVB© WukitsHelmut Trettwer legte eine beeindruckende 90-Kilometer-Solofahrt hin und sicherte sich den Gesamtsieg.

Helmut Trettwer konnte in der Zwischenzeit seinen Vorsprung halten und überquerte nach einer sehr beeindruckenden, 90 Kilometer langen Solofahrt als Erster das Ziel. Trettwer sicherte sich damit nicht nur seinen ersten Sieg im Jahr 2011, sondern konnte auch den Rosenheimer Frucade-Straßenpreis zum ersten Mal für sich entscheiden. Angetrieben von den Zuschauermassen und durch den Heimvorteil besonders motiviert, überquerte der erst 22-jährige Daniel Bichlmann erschöpft, aber glücklich als Zweiter die Ziellinie. Platz drei ging an den österreichischen Profi Riccardo Zoidl vom Team Gourmetfein. Die restlichen Rosenheimer Fahrer kamen nach hervorragender Teamarbeit im Feld ins Ziel. Wie anspruchsvoll das Rennen war, zeigt, dass nur 40 der 150 gestarteten Fahrer das Ziel erreichten.

Im zweiten Rennen des Tages, dem Rennen der Senioren II und III, ging es um den Preis der Firma Nikolaus Ring Heizung und Sanitär. Die 60 Fahrer hatten vier Runden plus Anfahrt, also 48 Kilometer, zu bewältigen. Hier konnte sich mit Matthias Lastowsky (Wendelstein) der Top-Favorit durchsetzen und somit bereits zum fünften Mal den Rosenheimer Straßenpreis gewinnen. Der zweite Platz ging an Ciro d'Auria (Mettenheim) vor Robert Glasl (Traunstein).

re/Oberbayerisches Volksblatt

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