707.06.10|Neumarkt St. Veit|Neumarkt St. Veit|
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Feichtens Schirmherr Erwin Baumgartner hat in den vergangenen verregneten Tagen nasse Füße bekommen. Hatte er als Schirmherr versagt? "Ich bin nur für den Festsonntag zuständig", sagte der Neumarkter Bürgermeister. Umso schöner war es dann auch am gestrigen Festtag bei der Jubelfeuerwehr aus Feichten: Bilderbuchwetter zum 100. Geburtstag.
Neumarkt-St. Veit/Feichten - Ein Wetter, das sich die Feichtener verdient hätten, lobte Franz Eisenmann die tatkräftigen Kameraden, die nach den sintflutartigen Regenfällen der Vorwoche nun zur Belohung ihrer Mühen, ihres Zusammenhalts und ihres Einsatzes so schönes Wetter hätten. 74 Vereine waren gekommen, um mit den Feichtenern dieses Jubiläum zu feiern. Mit dabei auch eine Abordnung der Namensvettern aus Feichten an der Alz; die weiteste Anreise hatte jedoch die Feuerwehr aus Farchant bei Garmisch Partenkirchen, die mit ihrem Trommlerzug ein besonderer Hingucker beim Kirchen- und Festzug war. Darunter auch die Festdamen - die Festmädchen, Festbraut Theresa Müller, Patenbraut Stefanie Scheidhammer und Teisings Patenbraut Karin Ehm - die in feierlichen Gewändern und mit ihren Erinnerungsbändern zum Freialtar marschierten.
Pfarrer Franz Eisenmann zelebrierte dort den Gottesdienst zusammen mit Pfarrer Michael Nagel, der auch Mitglied der Feichtener Feuerwehr ist. Eisenmann würdigte die Feichtener Feuerwehr, interpretierte die Worte auf deren Vereinsfahne - selbstlos, treu und hilfsbereit - was heute soviel wie solidarisch, verlässlich und motiviert bedeute. Die beiden Geistlichen segneten schließlich die Erinnerungsbänder und das neue Tragkraftspritzenfahrzeug.
Doch auch die Spritze von 1910 durfte gestern nicht fehlen. Schließlich wurde diese am Nachmittag zum historischen Feuerwehreinsatz reaktiviert. In der Nähe des Feuerwehrgerätehauses brannte ein Schuppen lichterloh. Die gestandenen Feuerwehrmänner Werner Wimmer als Kommandant und Georg Irl, Georg Bruckmeier, Franz Zehentmeier, Josef Wimmer und Martin Nak Zehentmeier versuchten zwar zu löschen. Doch wie es früher oft üblich war: das Häuschen fiel schon vorher zu Schutt und Asche.
Landrat Georg Huber, Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer und Kreisbrandrat Karl Neulinger wünschten der Feuerwehr, dass sie stets gesund von den Einsätzen zurückkehren möge und weiterhin die Gemeinschaft pflege. Bürgermeister Erwin Baumgartner überraschte schließlich mit der Zusage, dass die Feichtener Feuerwehr den 36 Jahre alten Ford Transit als Geschenk der Stadt behalten dürfe.
Während dieser nun seinem Oldtimerdasein entgegenblickt, hatte das neue TSF bereits am Festsonntag seinen ersten offiziellen Löscheinsatz: Aufgrund der sengenden Mittagshitze führte es für die Gottesdienstbesucher Durstlöscher mit sich. je/hus
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