Für die nächsten drei Jahre ist der Bestand der Krieger- und Soldatenkameradschaft gesichert. Denn für diesen Zeitraum hat sich noch eine Führungsspitze formiert. Unüberhörbar war jedoch die Erkenntnis, dass sich die KSK umstrukturieren muss, um für die Zukunft gewappnet zu sein.
Neumarkt-St. Veit - Keine großen Überraschungen hielt die Jahreshauptversammlung bereit. Nachdem ein Vorstandsmitglied im vergangenen Jahr sein Amt niedergelegt hatte, übernahm Vorstand Franz-Josef Gruber den Posten des Kassiers kommissarisch und führte seither in den Verein gemeinsam mit Franz Luferseder als Doppelspitze. Bei der Versammlung am Sonntag im Gasthaus Lobner sollte im Zuge der Neuwahlen eine feste Lösung für die nächsten drei Jahre geschaffen werden. Die "Personalunion von Kassier und Vorstand" sei nicht die optimale Variante. Auch um Spekulationen im Vorneherein keinen Nährboden zu geben, wollte die Vereinsführung die Ämter trennen.
Die Mitglieder wählten dann Franz Luferseder einstimmig zum Vorstand, Franz-Josef Gruber ist nun auch offiziell Kassier. Die enge Zusammenarbeit der beiden Männer hatte sich in den vergangenen Jahren bereits bewährt, meinte Gruber: "Wir haben uns immer die Bälle gegenseitig zugeworfen und uns gut ergänzt." Die übrigen Posten in der Vorstandschaft bleiben ebenfalls in bewährten Händen. Helmut Meilhammer bleibt Stellvertreter, den Posten des dritten Vorstandes und des ersten Fähnrichs hat Peter Atzenbeck inne. Schriftführer bleibt Hans Kohlschmid.
Im Rahmen seines Rechenschaftsberichts als Kassier listete Gruber Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres auf und kam zu dem Schluss, dass "der Verein lebt" und finanziell auf soliden Beinen stehe. Mit rund 4700 Euro könne man gut wirtschaften.
Die Sammlung an Allerheiligen für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge brachte im vergangenen Jahr 1280 Euro ein.
Für 2012 ist eine Fahrt zum Bergisel-Museum in Innsbruck im Blick, da die dort präsentierte Geschichte eng mit der von 1809 verwoben ist. Des Weiteren wird man sich wieder an Volksfestauszug, an der Fronleichnamsprozession und dem Volkstrauertag beteiligen.
Im Bezug auf den Volkstrauertag kritisierte Gruber die "dünne Teilnahme der anderen Vereine". Für eine Stadt wie Neumarkt, in der es 60 Vereine gäbe, sei eine Beteiligung von drei, vieren schwach. Er schlug vor, eine offizielle Einladung dafür über die Stadt erfolgen zu lassen, so dass sich mehr Verbände angesprochen fühlen.
Wie viele andere Vereine auch, sorgt sich die Krieger- und Soldatenkameradschaft Neumarkt-St.Veit um ihre Zukunft. Seit einiger Zeit schon gibt es in der Vorstandschaft Überlegungen, "den Verein auf neue Füße zu stellen". Von einem Verein mit verstärktem geschichtlichem Interesse hörte man es munkeln, von Namens- und Satzungsänderungen war die Rede. "Ich bin kein Freund von schnellen Entscheidungen.", konstatierte Franz Luferseder, "Man soll nichts überstürzen." Die nächsten drei Jahre habe man schließlich Zeit Ideen zu suchen und umzusetzen. Er verwies zudem auf die vielen internationalen Kontakte der KSK, aus denen sich Freundschaften zwischen Verbänden und Kommunen entwickelt haben, "das sollte man nicht über Bord werfen." Diese Kontakte zu den Menschen seien ein Beitrag für "Frieden und Völkerverständigung."
Auch Zweiter Bürgermeister Michael Asbeck war der Meinung, dass sich der Verein keine großen Sorgen um die Zukunft zu machen brauche. Die KSK sei "auf einem guten Weg", und das nicht nur in Neumarkt. Sie sei auch bei den befreundeten Vereinen in Österreich und Italien immer gerne gesehen. Das Gespann Gruber und Luferseder sei eine gewinnbringende Lösung für den Verein. alx
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