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Glasfaser nicht für die Allgemeinheit

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Es gibt eine Glasfaserverbindung von Vilsbiburg aus, die über Frauenhaselbach bis nach Wiesbach führt. Doch Forderungen nach schnellem Internet im Außenbereich, wie bei der CSU-Versammlung in Hofthambach (wir berichteten gestern) können nicht erfüllt werden. Es handelt sich laut Telekom um eine Fernleitung, die nicht angetastet werden darf.

Glasfaser für den Außenbereich wird in Neumarkt-St. Veit wohl ein Traum bleiben. Der Ausbau ist nicht nur teuer und für privatwirtschaftlich denkende Telekommunikationsunternehmen nicht ökonomisch. Seit Beginn 2012 fehlt es auch an Fördermitteln, die die Regierung noch bis Ende letzten Jahres bereit gestellt hatte. Foto dpa

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Glasfaser für den Außenbereich wird in Neumarkt-St. Veit wohl ein Traum bleiben. Der Ausbau ist nicht nur teuer und für privatwirtschaftlich denkende Telekommunikationsunternehmen nicht ökonomisch. Seit Beginn 2012 fehlt es auch an Fördermitteln, die die Regierung noch bis Ende letzten Jahres bereit gestellt hatte. Foto dpa

Neumarkt-St. Veit - "Man muss sich das vorstellen wie bei einer Autobahn. Da wird auch nicht bei jedem Dorf eine Ausfahrt gebaut. Das wäre auch schlichtweg zu teuer", erklärt Cordelia Hiller, Pressesprecherin der Deutschen Telekom dazu auf Anfrage. So verlaufe im Bereich von Vilsbiburg über Frauenhaselbach bis nach Wiesbach zwar eine Glasfaserverbindung. Doch die alleine in der Funktion einer Fernübertragungsverbindung, die zwei Netzknoten verbindet. Aus Sicherheitsgründen dürfe die nicht angeschnitten werden, erklärt Hiller. "Im Falle eines DSL-Ausbaus würden wir zur regionalen Versorgung von der Vermittlungsstelle ein neues Glasfaserkabel einziehen", sagt sie weiter.

Das wiederum sei nicht alleine die Entscheidung der Telekom. Denn laut Hiller wäre die Voraussetzung dafür ein Ausschreibungsverfahren, das die Stadtverwaltung unter den Telekommunikationsanbietern durchzuführen habe. Allzu große Hoffnung auf eine erfolgreiche Ausschreibung will Hiller aber nicht machen. Denn: "Grundsätzlich stellt der DSL-Ausbau auf dem Land privatwirtschaftliche Telekommunikationsunternehmen vor eine Herausforderung". Meist können in ländlichen Regionen nur wenige Haushalte erreicht werden, "obwohl hohe Investitionen getätigt werden müssen". Hiller betont, dass die Tiefbauarbeiten die Kostentreiber seien, das Verlegen eines Kilometers Glasfaserkabel kostet dann bis zu 70000 Euro, erläutert Hiller.

Den Breitbandausbau mittels Glasfaser voranzutreiben sei auch deswegen derzeit schwierig, weil Ende 2011 die staatlichen Förderprogramme ausgelaufen seien, "weitere mögliche Fördermöglichkeiten gelte es seitens der Gemeinde mit der Regierung abzuklären", so Hiller weiter. Die Telekom stehe jederzeit beratend gerne zur Seite.

Zur Situation in Neumarkt-St. Veit sagt Hiller, dass die Rottstadt bereits mit einem Glasfaserkabel an das Netz der Telekom angeschlossen sei. Je nach Entfernung zur Vermittlungsstelle im Zentrum der Stadt seien Geschwindigkeiten von bis zu 50000 Kilobit pro Sekunde verfügbar. Außerdem verlaufe eine Glasfasertrasse nach Egglkofen, wo das DSL-Netz bereits ausgebaut worden sei. Ein Breitbandausbau von Frauenhaselbach sei derzeit aber nicht in Planung.

Bei der CSU-Versammlung in Hofthambach war zur Sprache gekommen, dass durchaus die Verlegung von Glasfaserleitungen realisiert werden könnte, wenn denn die Gemeinde den Ausbau finanziell unterstützt und das Telekommunikationsunternehmen nicht alleine sämtliche Kosten zu tragen hat. Stadtrat Reinhard Fuchs hatte auf das Beispiel der Gemeinde Erharting verwiesen, wo dies auf diese Weise geschehen ist. Wie die Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach wiederum dazu mitteilt, habe die Gemeinde Erharting in der Tat einen Beitrag zur Erschließung des Ortes mit DSL geleistet. Die Telekom habe 35800 Euro gezahlt, der Gemeinde seien 4950 Euro verblieben. je

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