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TSV erhöht die Mitgliedsbeiträge

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Diskussionsbedarf gab es bei der Jahreshauptversammlung des TSV Neumarkt-St. Veit am Freitag im Fruhmannhaus, denn die Vorstandschaft hatte die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge auf die Agenda geschrieben. Diese sei nötig, erklärte Vorstand Harry Eberl, damit der Verein finanziell abgesichert ist und das Sportangebot weiterhin aufrecht erhalten werden kann.

© OVB

Neumarkt-St. Veit - Rückläufige Mitgliederzahlen und geringere Zuschüsse auf der einen Seite, höhere Energiekosten und anstehende Sanierungsarbeiten der Tennisanlage in Teising auf der anderen: Damit begründete Kassier Jürgen Wallner die Notwendigkeit zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Er betonte dabei: "Die Erhöhung der Beiträge hat nichts mit dem Bau des Fußballerheims zu tun, wie jetzt vielleicht viele denken mögen." Die Fußballabteilung habe dafür einen einmaligen Beitrag in Höhe von 20000 Euro aus der Vereinskasse erhalten, bezog sich Wallner auf eine Vereinbarung, die im Oktober 2011 geschlossen worden war.

Wie Vorstand Harry Eberl erläuterte, sei das Stadtplatzfest, deren Ausrichter der TSV ist, eine große Einnahmequelle. Aber auch eine unsichere: "Wir können die Bilanz nur halten, wenn das Stadtplatzfest gut läuft. Doch das Fest ist wetterabhängig. Wir dürfen nicht riskieren, dass wir in zwei, drei Jahren handlungsunfähig sind", erläuterte der Vorstand den Hintergrund zur Beitragserhöhung.

Eberl verhehlte nicht, dass eine schrittweise Erhöhung eigentlich schon in den vergangenen Jahren hätte erfolgen müssen, die Mitglieder seien also ohnehin jahrelang von Erhöhungen verschont geblieben. "Diese Abstände werden zukünftig kleiner", kündigte bereits an. Schließlich gelte es, das Angebot des TSV aufrecht zu erhalten.

Minimalziel sei es, zusätzliche fixe Einnahmen in Höhe von 5000 bis 7000 Euro zu erhalten, sagte Jürgen Wallner zu den Mitgliedern. Zumal die Ausgabenseite (siehe Artikel unten) schon bald weiter strapaziert werde. Denn am Tennisheim in Teising stehen laut Wallner wichtige Sanierungsmaßnahmen an. "Eine Stützmauer droht einzustürzen", informierte er die Mitglieder. "Es herrscht dringend Handlungsbedarf." Die einfachste Variante mit Setzsteinen würde bei entsprechendem Arbeitseinsatz der TSV-Mitglieder immer noch 5840 Euro kosten, so Wallner.

Der Kassier führte in seiner Argumentation für höhere Beiträge Vergleiche mit anderen Sportvereinen im Landkreis an, die im Schnitt 20 bis 30 Prozent höhere Beiträge hätten, bisweilen sogar Spartenbeiträge erheben würden. "Auch darüber müssen wir diskutieren."

Eberl schlug dann bei den Erwachsenen eine Erhöhung des Jahresbeitrages von 47 auf 55 Euro vor ("Das ist nicht einmal ein Euro im Monat."), der Jugendbeitrag würde sich von 25 auf 30 Euro erhöhen, der Beitrag der Kinder von 20 auf 25 Euro. Familien würden anstatt 120 künftig 130 Euro an den TSV überweisen. Auch ein Passivbeitrag in Höhe des bisherigen Erwachsenenbeitrags von 47 Euro wurde ins Spiel gebracht. In dessen Genuss, so Eberl, sollen ältere Mitglieder kommen, ein Bestätigungsschreiben an den TSV würde dafür ausreichen.

In der Versammlung keimten sogleich Bedenken auf, dass die Beitragserhöhung zu Austritten führen könne. Uwe Beckel erschien der Passiv-Beitrag zu hoch. Fritz Lobner entgegnete, dass der TSV Gewaltiges leiste, die Mehreinnahmen würde eventuelle Austritte leicht kompensieren. Lothar Eberl warnte ebenso vor Austritten, drängte auf Abteilungsbeiträge. Über kurz oder lange würden auch diese kommen, sagte Harry Eberl dazu, "schon alleine deshalb, um Gleichheit im Sportverein zu schaffen". Einige Abteilungen kassierten bereits Beiträge, andere nicht, "sie hängen am Tropf des Vereins".

Der Zweite Vorsitzende Martin Petermeier argumentierte, dass der Beitrag seit Euro-Einführung nur um zwei Euro erhöht worden sei. Die Erhöhung sei überfällig. In Zukunft sollte diese Schritt für Schritt erfolgen, "große Sprünge alle paar Jahre vermieden werden", empfahl er.

Unterstützung erhielt er von TSV-Beisitzer Max Heimerl: "Wir können es uns nicht leisten, dauerhaft über den Verhältnissen zu leben. Wir haben über viele Jahre von der Substanz gelebt und mehr ausgegeben als wir eingenommen haben." Man dürfe die Qualität nicht einschränken, es verbliebe nur die Einnahmenschraube, an der gedreht werden müsse.

Die Mehrheit sah es ebenso und stimmte für die vorher erwähnte Erhöhung, zwei Gegenstimmen gab es, vier TSV-Mitglieder enthielten sich ( ausführlicher Versammlungsbericht folgt). je

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