Berlin - Sie gilt als Anführerin der chilenischen Protestbewegung. Am Mittwoch sprach Studentin Camila Vallejo im Auditorium der Humboldt-Universität. Sie sieht eine Veränderung in ihrem Land.

© dpa
Die chilenische Studentenführerin Camila Vallejo sprach am Mittwoch in der humboldt-Universität in Berlin.
“Bei unseren konkreten Forderungen sind wir zwar nicht weit gekommen, aber es gibt einen Bewusstseinswandel“, sagte Camila Vallejo am Mittwochabend in Berlin. Das “neoliberale Modell“, das bisher das Denken in dem südamerikanischen Land prägte, habe Risse bekommen. Weniger Menschen als früher glaubten, dass ein privates Gesundheits- und Erziehungswesen gut und richtig seien.
Die erst 23 Jahre alte Vallejo war im vorigen Jahr zum Gesicht der Protestbewegung geworden. Im Dezember wurde sie als Präsidentin des chilenischen Studentenverbandes zwar nicht wiedergewählt, sie bleibt aber Vizepräsidentin.
Die Jungkommunistin sprach am Abend im Auditorium Maximum der Humboldt-Universität, wo im Oktober 2010 auch der rechtsgerichtete chilenische Präsident Sebastián Piñera aufgetreten war. “Ich bin gekommen, um der Welt zu sagen, dass das am Markt orientierte Erziehungsmodell gescheitert ist“, sagte Vallejo. Sie war auf Einladung der linken Rosa-Luxemburg-Stiftung nach Deutschland gekommen und reist noch in mehrere andere europäische Länder.



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