Osnabrück - Um dem Tatort Internet zu begegnen, fordern deutsche Kriminalbeamte eine Ausweispflicht für das Internet. Ziel ist die User bei Online-Käufen und in in sozialen Netzwerken besser zu schützen.

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Deutsche Kriminalbeamte fordern eine Ausweispflicht für das Internet.
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat eine Ausweispflicht für das Internet gefordert. Sie ist Teil eines 15-Punkte-Sofortprogramms im Kampf gegen Netz-Kriminalität, das der Verband der Bundesregierung vorgelegt hat. Der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen sagte dazu der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag): “Was wir brauchen, ist ein verlässlicher Identitätsnachweis im Netz. Wer das Internet für Käufe, Online-Überweisungen, andere Rechtsgeschäfte oder Behördengänge nutzen will, sollte sich zuvor bei einer staatlichen Stelle registrieren lassen müssen.“ Jansen forderte die schwarz-gelbe Bundesregierung auf, endlich “Verkehrsregeln“ für das Internet zu schaffen: “Inzwischen steht das Gewaltmonopol des Staates auf dem Spiel.“
Jansens Verband hält es für unverzichtbar, “flächendeckend Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Netz-Kriminalität einzurichten“. Ferner verlangen die Kriminalbeamten den Aufbau eines nationalen Internet-Zentrums beim Bundeskriminalamt, in dem alle Fäden aus den Bundesländern zusammenlaufen und Spezialisten ein tägliches Lagebild erstellen. Jansen: “Attacken auf die digitale Infrastruktur des Landes können sich ähnlich verheerend auswirken wie atomare Angriffe.“
dpa



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