Berlin - Das Statistische Bundesamt teilt mit: Seit 2008 wandern mehr Menschen aus Deutschland aus als ins Land einwandern.

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Seit 2008 wandern mehr Menschen aus Deutschland aus als ins Land einwandern.
In Deutschland leben rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Rund zwei Drittel davon sind seit 1950 zugewandert, der Rest ist in Deutschland geboren. Seit 2008 sind allerdings jährlich mehr Bürger weggezogen als zugezogen.
Im vergangenen Jahr kamen rund 721 000 Menschen nach Deutschland. Das waren sechs Prozent mehr als 2008. Die meisten kamen aus Polen (123 000), Rumänien (56 000), den USA (30 000), der Türkei (30 000) und Bulgarien (29 000). Die Zugewanderten ließen sich vor allem in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern nieder.
Viele Experten gehen davon aus, dass Deutschland langfristig auf Zuwanderer angewiesen ist. Mit Blick auf den steigenden Mangel an Fachkräften und Hochqualifizierten wirbt die Bundesregierung gezielt um Arbeitnehmer aus dem Ausland. So können Spitzenkräfte der Wirtschaft und Wissenschaft, die ein Arbeitsplatzangebot haben, sofort eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erhalten. Bedingung ist allerdings, dass ihr jährliches Bruttoeinkommen bei mindestens 66 000 Euro liegt. Wenn sie weniger verdienen, erhalten sie zunächst eine befristete Aufenthaltserlaubnis.
dpa



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