Duisburg - 19 Menschen sind bei einer Massenpanik auf der Loveparade in Duisburg gestorben. Auf Internet-Portalen hatten Web-Kommentatoren die Tragödie schon vor Tagen prophezeit.

© dpa
Tausende Raver drängen sich am Samstag in und vor dem Tunnel in Duisburg, in dem sich eine Massenpanik mit 19 Toten ereignet hat. Im Internet sagten Kommentatoren die Tragödie voraus.
Der User "klotsche" warnte bereits am Donnerstag 22. Juli:
"sehe ich das richtig, dass die versuchen 1 million menschen über die 1-spurige! TUNNELSTRAßE! Karl-Lehr-Straße mit zwischendurch 2 kleinen trampelpfaden hoch zum veranstaltungsgelände zu führen? also in meinen augen is das ne falle."
"klotsche" sagte voraus:
"das kann doch nie und nimmer gut gehen. wer in essen und dortmund dabei war weiß, wie groß das gedränge schon auf recht weitläufigen zugangswegen war. das war ne katastrophe und die wollen ernsthaft den zugang über nen einspurigen TUNNEL leiten? ich fass es nicht!!!! ich seh schon tote wenn nach der abschlußkundgebung alle auf einmal über diese mickrige straße das gelände verlassen wollen."
Am selben Tag schmipfte der User "Lover_P":
Der User "Donnerbalken" schrieb ebenfalls am Donnerstag:
"Mein Nachbar arbeitet bei der Feuerwehr. Er hat auch gesagt, daß das eigentlich gar nicht erlaubt sein dürfte, man mache sich ernsthaft Sorgen, wieviele Knochenbrüche, Bänderdehnungen und Gelenkzerrungen auf die Helfer und umliegenden Krankenhäuser zukommen werden. Das Gelände sei außerdem viel zu klein und habe nur einen offiziellen Zugang, wie da im Falle einer Panik reagiert werden soll, wisse man auch nicht."
Auch der User "Duisburger" warnte:
"Es wird das größte Chaos geben. Die Stadt wäre besser beraten gewesen die Loveparade abzusagen. Dann wäre ein paar Tage negative Presse über Duisburg in den Nachrichten zu hören-aber über diese Loveparade wird man noch lange reden-leider nur in negativer Form. Armes Duisburg"
Offensichtlich hat niemand die Warnungen der Web-Kommentatoren ernst genommen!
Die Polizei und die Stadt Duisburg haben am Sonntag ihre Ermittlungen zur Ursache der Tragödie fortgesetzt. Vordringlichste Aufgabe sei zunächst die Versorgung der Verletzten, hieß es. Deren Zahl war am frühem Morgen mit 342 angegeben worden. Unklar ist noch, wie schwer die Verletzungen sind. Die Stadt Duisburg wird sich am Mittag zu der Katastrophe äußern.
fro



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