München - War vor kurzem in der CSU im Falle einer Pkw-Maut noch die Rede von einem finanziellen Ausgleich über die Kfz-Steuer, so scheint dieser nun vom Tisch. Die Maut selber aber keineswegs.

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Die Pkw-Maut soll kommen, der finanzielle Ausgleich über die Kft-Steuer nicht
Marode Brücken, bröckelnde Staatsstraßen – und kein Geld. „Zur zeitnahen Realisierung dringlicher Verkehrsprojekte plädiere ich für die Einführung einer Pkw-Vignette“, erklärte Eberhard Rotter, verkehrspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion.
„Das Geld muss dann zweckgebunden für Verkehrsprojekte eingesetzt werden“, betonte Eberhard Rotter. Zudem dürfe der Bund auch nicht seine bisherigen Haushaltsmittel kürzen. Reichen die Einnahmen durch die Maut aus, sei eine Reduzierung der Mineralölsteuer denkbar, mit der man auch den Tanktourismus nach Österreich stoppen könnte. Erwin Huber, Verkehrsexperte der CSU, wollte Rotter in Sachen Pkw-Maut nicht widersprechen, verwies aber auf den CSU-Parteitag im Oktober.
Neben diesem heiklen Thema setzte Huber noch zwei weitere Punkte auf die Tagesordnung: den Ausbau der Eisenbahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing und den Bau der zweiten S-BahnStammstrecke in München. Huber plädierte bei der Bahnstrecke für die Einbeziehung privater Kapitalgeber: „So etwas gibt es bislang zwar noch nicht, die Bereitschaft von Investoren für eine PPP-Projekt besteht jedoch.“
In der Diskussion um die zweite Stammstrecke forderte die CSU erneut die Stadt München auf, sich finanziell an dem Projekt zu beteiligen. „Mit dem Scheitern der Olympiabewerbung ist die Sonderfinanzierung weggefallen“, sagte Erwin Huber. Der Bund habe Schwierigkeiten, die nötige Finanzierung auf die Beine zu stellen. Mit einem finanziellen Anteil von 50 Millionen Euro pro Jahr sei die Stadt München nicht überfordert.



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