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Altötting/Mühldorf - Tourismus: Wieder gemeinsam

Tourismus: Wieder gemeinsam

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Altötting/Mühldorf - Die Landkreise Altötting und Mühldorf wollen mit den Mitgliedern Tourismusgemeinschaft Inn-Salzach (TG) ein gemeinsames Konzept zur touristischen Förderung erstellen.

© pa

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Die TG könnte sich nach der Übernahme der Aufgaben durch die Landkreise zum Jahresende auflösen. Eine Arbeitsgruppe soll bis Juni Details der Zusammenarbeit beraten.

Diese "einvernehmliche" Entscheidung teilten die Landkreise nach einer zweitägigen Klausursitzung mit. Daran teilgenommen hatten Mitglieder der TG sowie die beiden Landräte Erwin Schneider und Georg Huber. Ein Tourismus-Beratungsunternehmen hatte die Tagung moderiert.

Die Landkreise waren bis vor etwa vier Jahren Mitglieder der TG, hatten den Verein aber nach internen Auseinandersetzungen verlassen und eigene Programme zur Tourismus-Förderung angekündigt. Andere Städte waren ebenfalls abgesprungen.

Altöttings Bürgermeister und TG-Vorsitzender Herbert Hofauer sagte, "Vernunft" habe die Akteure wieder an einen Tisch gebracht. Durch die jetzt gefundene gemeinsame Lösung stünde mehr Geld für das Marketing bereit. Die vor gut 20 Jahren gegründete TG hatte bislang einen Etat von etwa 150.000 Euro jährlich. Hofauer zufolge ist es notwendig, die finanziellen Mittel der Landkreise und der TG zu bündeln. "Wichtig ist, dass wir wieder zusammengefunden haben", sagte Hofauer am Freitag. Zu den Erfolgen der TG zählt Hofauer unter anderem die Entwicklung des Radwegenetzes, des Städtetourismus und des Urlaubs auf dem Bauernhof in der Region.

Die TG wird voraussichtlich turnusgemäß im April zur Mitgliederversammlung laden. Vorgesehene Neuwahlen könnten Hofauer zufolge aufgrund der neuen Planungen verschoben werden.

Der Landkreis Altötting hatte jährlich bislang etwa 70.000 Euro in die touristische Förderung gesteckt. Landrat Schneider sagte auf Anfrage, die Struktur der bisherigen Förderung sei "zu zersplittert" gewesen. Letztlich hätten die Landkreise und die TG "parallel gearbeitet" - das war "nicht sinnvoll", so Schneider. "Klausurmäßig eingesperrt" hätten die Teilnehmer der Tagung die Situation "durchdekliniert" und sich zur Zusammenarbeit entschlossen. Allerdings solle der Etat des Landkreises "aufgebohrt" werden.

Zum Vergleich: Der Landkreis Mühldorf hält derzeit etwa 55.000 Euro jährlich für die Tourismus-Förderung bereit, Landrat Huber wollte die Entscheidung nicht kommentieren, in einer Pressemitteilung ließ er lediglich von einem "Durchbruch" schreiben.

Die Form der Zusammenarbeit steht noch nicht fest. Altöttings Landrat Schneider zufolge sind Verein, GmbH oder auch ein Zweckverband möglich. Die Landkreise sollten dann überregionale Aufgaben übernehmen mit eigenem Marketing und eigenen Produkten, ergänzend zu den Marketing-Bemühungen der Städte. Als Beispiel dafür nannte Landrat Schneider die Radwege oder Messeauftritte, bei denen aber auch Städte und Gemeinden teilnehmen könnten. "Das Stadtmarketing hat eine erhebliche Daseinsberechtigung", sagte Schneider.

rob/Mühldorfer Anzeiger

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