Mühldorf - Die offene Behindertenarbeit der Stiftung Ecksberg OBA ist umgezogen und bietet jetzt mitten im Stadtgebiet von Mühldorf ihre Dienste für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige an. Schon im Herbst sind die ersten Mitarbeiter vom Büro im Verwaltungsgebäude der Stiftung Ecksberg in die neuen Räumlichkeiten in der Schweppermannstraße gezogen, jetzt wurde die offizielle Einweihung gefeiert.

© OVB
Seit Herbst wird in der Schweppermannstraße bereits gearbeitet, jetzt wurden die neuen Räume der Offenen Behindertenarbeit OBA der Stiftung Ecksberg offiziell eingeweiht: Stiftungsvorstand Dr. Alexander Skiba (von rechts), MdB Stephan Mayer, die drei Mitarbeiterinnen Christa Brenzinger, Sofie Kobler und Marlene Kast, Bürgermeister Günther Knoblauch und Skibas Vorgänger und Initiator der OBA Johann Hertkorn. Foto nl
Seit 1995 gibt es die Offene Behindertenarbeit in Mühldorf. Und über diese lange Zeit war es eigentlich Ziel der Stiftung Ecksberg, die OBA näher zu den Menschen zu bringen, erklärte Stiftungsvorstand Dr. Alexander Skiba. Ihm wie seinem Vorgänger Johann Hertkorn sei das wegen der unsicheren Finanzlage nie gelungen. 2009 aber habe sich die Rechtslage geändert: Der Verband der Bayerischen Bezirke und die Staatsregierung haben beschlossen, einheitliche Rahmenbedingungen für die Einrichtungen der Offenen Behindertenarbeit zu schaffen.
Jeder Landkreis erhalte jetzt eine einheitliche Finanzierung abhängig von der Einwohnerzahl, erklärte Dr. Skiba. Diese Mittel könnten nun für die Miete der neuen Räumlichkeiten verwendet werden. "Und so freut es uns sehr, dass wir nicht mehr so schwer erreichbar sind", sagte er. Und damit nicht genug: "Wir wollen flächendeckend in allen Gemeinden geeignete Infrastruktur für Beratungsangebote und niederschwellige Begleit- und Unterstützungsleistungen entwickeln", versprach er. Nur so könne Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu Hause ermöglicht werden.
Seit 1995 gibt es die OBA in Mühldorf, anfangs als Beratungsstelle und mit Freizeitangeboten für Menschen mit Behinderung. Im Laufe der Jahre sind die Schulbegleitung, Offenen Treffs, der Familienentlastende Dienst FED sowie der "Wegweiser für Menschen mit Behinderung" in Buchform speziell für den Landkreis dazugekommen. Leiterin Sofie Kobler und die zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Christa Brenzinger und Marlene Kast sowie 41 geringfügig Beschäftigte vor allem im FED-Dienst haben 2010 4646 Stunden Arbeit geleistet. "Ich hoffe das wird weiterhin so gut angenommen wie bisher", sagte Sofie Kobler, seit dem Umzug in gut erreichbare Bahnhofsnähe sei vor allem die Beratungs- und Kontaktstelle weit besser frequentiert als früher im Stiftungsgelände. nl
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