Rund 40 Helfer waren trotz Kälte dem Aufruf des Bund Naturschutz zum Landschaftspflegeeinsatz in der Kiesgrube bei Heldenstein gefolgt. Es ging darum, üppig aufkommende Weidensträucher einzukürzen, damit sich die Kiesgrube nicht in einen Wald verwandelt.

© OVB
Die Haager Kindergruppe im Einsatz. Foto re
Mühldorf/Heldenstein - "Das hat richtig Spaß gemacht" stellte Florian am Ende des arbeitsreichen Tages fest. Unter den eifrigen Helfern befanden sich nicht nur einige Bewohner der Stiftung Ecksberg wie Florian, sondern auch drei Kinder- und Jungengruppen des Bund Naturschutz sowie des Landesbundes für Vogelschutz. "Dass unsere behinderten Menschen an der gemeinsamen Aktion freiwillig mitwirken können, begrüßen wir sehr. Das ist ein besonders schönes Beispiel für die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft", erklärte Ardjang Samawaki von der Stiftung Ecksberg, der die Teilnahme organisierte.
"In der Kiesgrube leben Rebhühner, Zauneidechsen, Unken und viele andere seltene Tierarten, die sonnige Lebensräume brauchen", erläuterte Dr. Andreas Zahn, Artenschutzexperte beim BN den Helfern vor dem Einsatz. "Daher sollen nicht überall Bäume und Sträucher aufwachsen, denn sie würden den Boden zu sehr beschatten".
Die angefallenen Äste wurden von den zahlreichen Helfern zu großen Haufen aufgeschlichtet, die im Sommer Verstecke und Brutplätze für viele Tiere bieten. Gerade die Kindergruppen aus Haag und Waldkraiburg, sowie die Kraiburger Jungendgruppe "MÜPFE" waren hier mit Feuereifer am Werk und türmten den Gehölzschnitt auf. Die Haufen wurden dann umgehend auf ihre Eignung als Trampolin getestet.
Unterstützt werden die Arbeiten in der Kiesgrube von der JAGUS-Gruppe der Arbeiterwohlfahrt, die bereits im Vorfeld der Aktion einen Teil des Gehölzrückschnitts durchgeführt hatte und auch einige noch ausstehende Arbeiten übernimmt. "Wir sind sehr froh darüber, dass JAGUS zur Landschaftspflege hier im Landkreis zur Verfügung steht", stellte Gerd Rucklinski fest "Denn nur durch ehrenamtliche Tätigkeit sind viele Arbeiten auf Dauer nicht zu leisten".
Florian will auf jeden Fall weiter beim aktiven Naturschutz mitmachen und freut sich schon auf den nächsten Einsatz in der Kiesgrube. re
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