Mühldorf - Nach dem Überschreiten der 100-Millionen-Euro-Umsatzmarke will sich ODU mit einer neuen Strategie auf weiteres Wachstum einstellen.

© ODU
Das Duo an der Spitze: die Geschäftsführer Woelfl und Belz (unten). Fotos
Internationalität ist das Stichwort, mit dem der Hersteller von Steckverbindungen in die nächsten fünf Jahre geht. Dazu kommt ein zweiter Mann an der Spitze.
Die verstärkten internationalen Geschäfte und der Sprung über die 100 Millionen Euro Hürde brachten das Unternehmen dazu, grundsätzlich eine veränderte Strategie für die nächsten fünf Jahre zu entwickeln, sagt Dr. Joachim Belz, der seit Ende vergangenen Jahres als zweiter Geschäftsführer neben Woelfl an der Spitze steht.
Auch wenn die Geschäftsleitung die Strukturen an das Wachstum anpasst, bleibt Mühldorf das Technologiezentrum, sagt Belz. Neben den Produktionstätten, die ODU in Rumänien und China betreibt, soll ein Teil der Entwicklung für den asiatischen Markt künftig in China angesiedelt sein. "Das ist ein wesentlicher Bestandteil des Fertigungskonzepts", betont Woelfl. "Es wird aber nicht dazu führen, dass Mühldorf geschwächt wird." Schon in der Vergangenheit hätten Investitionen im Ausland positive Auswirkungen auf den Standort Mühldorf gehabt und ihn auch von den Mitarbeiterzahlen her gestärkt. Derzeit arbeiten in Mühldorf 720 Mitarbeiter, weltweit hat ODU 1300 Angestellte. An der Unternehmensform ändert sich nichts. "Wir werden weiter als unabhängiges Familienunternehmen agieren", betont Woelfl.
Die Stärke des Standorts zeigt sich laut Woelfl auch in der ungebrochen hohen Ausbildungsquote. 60 Lehrlinge sind durchschnittlich beschäftigt, mit dem Mechatroniker kommt heuer ein neuer Ausbildungsgang dazu. Für Studenten gibt es die Möglichkeit, technischer Zeichner zu werden und gleichzeitig Maschinenbau zu studieren; ein ähnliches duales Studium im kaufmännischen Bereich ist in Planung. Schwierigkeiten, genügend und geeignete Lehrling zu finden, hat ODU nicht. "Wir sind in diesem Bereich aber auch seit vielen Jahren aktiv", weist Woelfl auf den guten Namen hin, den ODU als Lehrbetrieb hat.
2012 will ODU als "Erfolgsjahr auf hohem Niveau" etablieren. Der Auftragseingang hat sich nach Angaben Woelfls zwar abgeflacht, sei aber nach wie vor sehr hoch. Das Wachstum von 2011 wird der Steckerhersteller aber vermutlich nicht erreichen. Grundsätzlich gelte aber, sagt Belz: "Der Weltmarkt gibt für ODU noch genügend Potenzial her."
hon/Mühldorfer Anzeiger
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