Pastetten/Mühldorf - Weitere 6,2 Kilometer Autobahnstrecke der A 94 sind seit gestrigem Donnerstag unter Verkehr. Der Abschnitt Forstinnung - Pastetten wurde für den Verkehr freigegeben.
49,9 Millionen Euro hat dieser Abschnitt gekostet. Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer sichert für die nächsten zwei Jahre 40 Millionen Euro für den Weiterbau der A 94 zu.
Nach 31 Jahren Planung und Bauzeit ist der Teilabschnitt Forstinnung - Pastetten endlich fertig. Diesem Teilabschnitt der A 94 kommt eine Schlüsselstellung zu, denn er ist die Weichenstellung für die A 94 über die Trasse Dorfen. Die wichtigste Aussage kam bei dieser Verkehrsfreigabe von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und Staatsminister Dr. Marcel Huber. "Um den Weiterbau der A 94 in den nächsten zwei Jahren zu garantieren, stellt das Bundesverkehrsministerium 40 Millionen Euro zur Verfügung", stellte Dr. Ramsauer heraus. "Die Bayerische Staatsregierung setzt alles daran, die durchgängige A 94 von München nach Passau schnellstmöglich zu realisieren. Die Bagger auf der A 94 dürfen nicht stillstehen, wo Baurecht herrscht, muss auch gebaut werden", betonte Dr. Marcel Huber.
Ramsauer forderte die Gegner auf, die Gerichtsentscheidungen zu akzeptieren und den Widerstand gegen die A 94 einzustellen. Derzeit wird über die Nichtzulassungsbeschwerde der Autobahngegner für die Trasse Dorfen verhandelt. Ramsauer und Huber sind sehr zuversichtlich, dass auch diese Klage abgewiesen wird.
Staatsminister Dr. Marcel Huber bezeichnete den Bau der A 94 als eine der wichtigsten Infrastruktur-Maßnahmen und vordringlichstes Zukunftsprojekt im Freistaat Bayern.
Erstellte auch die besondere Bedeutung der A 94 für Südostbayern heraus. "Mit der A 94 sichern wir die Zukunft des Chemiedreiecks Trostberg, Burghausen, Waldkraiburg und Aschau und damit rund 25.000 Arbeitsplätze in der chemischen Industrie. Mit der A 94 schaffen wir neue Impulse für Handel, Handwerk und Gewerbe und verbessern die Erreichbarkeit des niederbayerischen Bäderdreiecks. Der Bau dieser Autobahn ist ein Herzensanliegen der gesamten Region", betonte der Chef der Staatskanzlei.
Die beiden Minister gingen auch auf die Verkehrssicherheit ein. Die überlastete B 12 bezeichneten beide als eine der gefährlichsten Straßen in ganz Bayern. "Es besteht auf der B 12 ein hohes Risiko für Leib und Leben. Wer die Autobahn verhindert macht sich mitverantwortlich für diese Gefahren", erklärte Dr. Ramsauer.
Dr. Marcel Huber betonte, dass die Einwände der Autobahngegner ernst genommen und ihre Anliegen nach Möglichkeit eingebunden wurden. Der gesamte Abschnitt dient als Versuchs- und Erprobungsstrecke für innovative lärmarme Straßenbeläge.
"Ich habe Respekt vor den vom Projekt unmittelbar betroffenen Menschen und ihren Bedenken. Ich sage aber aus Überzeugung: Die Entscheidung über die Trassenführung war richtig. Die Autobahn ist die Zukunftsgarantie für den gesamten südostbayerischen Raum und weit darüber hinaus", erklärte Dr. Marcel Huber.
sb/Mühldorfer Anzeiger
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