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Klares Bekenntnis zur A 94

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St. Wolfgang/Mühldorf - "Die A 94 darf in unserer Region nicht erst im Jahr 2018 fertiggestellt werden. Wir müssen alles daran setzen, dass die Autobahn 2016/17 fertig wird", mit dieser Forderung eröffnete Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch, Vorsitzender des Vereins "Ja zur A 94", die Informationsveranstaltung des Vereins mit Innenminister Joachim Herrmann im Gasthaus Schex in St. Wolfgang.

Knoblauch ging aber noch weiter, er plädierte dafür, dass wenn die gerichtlichen Auseinandersetzungen auf den Trassen Pasteten - Dorfen und Dorfen - Heldenstein ausgestanden sind, zeitgleich gebaut wird. "Wir müssen dafür sorgen und dafür kämpfen, dass für diese beiden Maßnahmen das Geld fließt und wir endlich eine durchgehende Autobahn bekommen", stellte Knoblauch heraus.

Er forderte die Gegner auf, die gerichtlichen Auseinandersetzungen zu beenden und höchstrichterliche Urteile anzuerkennen. "Es ist besser, die Vorteile der Zusammenarbeit mit der Autobahndirektion zu erhalten, als die Rechtsanwälte zu finanzieren", betonte der Vereinsvorsitzende. Knoblauch forderte in St. Wolfgang Land und Bund auf, keine Mittel für eine mögliche Olympiabewerbung von München mit den Geldern für die A 94 zu finanzieren.

St. Wolfgangs Bürgermeister Jakob Schirmer verwies auf die über 30-jährige Geschichte der A 94, die endlich beendet werden müsse. Zugleich erläuterte er die Strukturschwäche der Region.

Dr. Willi Kleine, Werkleiter Wacker Burghausen, stellte heraus, dass rund 25 000 Mitarbeiter im Chemiedreieck beschäftigt würden. Kleine rechnete dem Innenminister die Investitionen der Firmen in Höhe von acht Millionen Euro in den letzten fünf Jahren vor. "Zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Südost-Oberbayern gehörte eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur, die dafür sorgt, dass die Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit der Firmen erhalten und ausgebaut werden", erklärte Kleine. Er erinnerte daran, dass viele Steuern aus der Region in andere Bereiche geflossen seien: "Wir fordern nur zurück, was zum Bau einer leistungsfähigen Verkehrsverbindung und damit zum Wohlstand unserer Region erforderlich ist. Die Baumaschinen dürfen nicht mehr stehen bleiben."

Für Innenminister Joachim Herrmann gehört die A 94 zu den vordringlichsten Straßenbauprojekten in Bayern. Sein Ziel ist es, die A 94 bis zum Jahr 2018 fertigzustellen. "Das ist schon eine sehr sportliche Aufgabe", erläuterte der Innenminister. Die Autobahn in der Region ist der einzige Neubau, den Bayern bei der Straßenerschließung derzeit durchführt. "Für den Wirtschaftsraum in SüdostOberbayern ist die A 94 eine überaus wichtige Lebensader. Ihre Fertigstellung macht das Chemiedreieck noch wettbewerbsfähiger", stellte Herrmann heraus.

Der Innenminister verbindet mit diesem Straßenneubau auch dringend notwendige neue Impulse für Handel, Gewerbe und Tourismuswirtschaft. "Mit der Fertigstellung der A 94 schaffen wir nicht nur eine Verkehrsader, sondern eine Entwicklungsachse für einen prosperierenden Wirtschaftsraum. Außerdem verbessern wir die Verkehrssicherheit durch eine Verlagerung des Verkehrs von der hoch belasteten Bundesstraße 12", sagte Herrmann.

Der Innenminister informierte darüber, dass für den Abschnitt Pastetten - Dorfen, trotz eines richtungsweisenden Urteils des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes zugunsten der Trasse Dorfen, zwölf Klagen beim VGH anhängig sind. Die mündliche Verhandlung wird voraussichtlich im kommenden Herbst stattfinden. "Ich bin zuversichtlich, dass das Urteil auch hier wieder die Rechtmäßigkeit des Vorhabens bestätigt wird. Damit wären dann die Weichen für den Weiterbau längs der 39 Kilometer langen und 330 Millionen Euro teuren Trasse von Forstinning über Dorfen bis Heldenstein gestellt", so Herrmann. Für den Teilabschnitt Dorfen - Heldenstein soll bis Ende dieses Jahres die Fortführung des Planfeststellungsverfahrens beantragt werden.

Im Bau ist bereits der gut sechs Kilometer lange und 41 Millionen Euro teure Abschnitt vom derzeitigen Autobahnende Forstinning - Pastetten, der bis Ende 2011 fertig sein soll. Bis zum Jahr 2012 will die Autobahndirektion den Abschnitt Ampfing - Heldenstein vollendet haben.

Herrmann wies auch die Sorgen von Günther Knoblauch über eine Mittelreduzierung wegen einer möglichen Olympiade zurück. "Dafür muss der Bund einen Sonderfonds anlegen, wie er es für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auch getan hat", betonte der Innenminister. sb

Rubriklistenbild: © dpa

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