Obertaufkirchen - Drei Bauanträge mussten die Gemeinderäte bei ihrer Februar-Sitzung behandeln. Stefan und Martin Daser möchten das bestehende Wohnhaus umbauen. Im Obergeschoss soll ein Balkon und im Dachgeschoss ein Zwerchgiebel mit Balkon errichtet werden. Bürgermeister Franz Ehgartner führte aus, dass der Vorbescheid im Gemeinderat behandelt wurde und das Landratsamt bereits zugestimmt hat. So befürworteten auch die Gemeinderäte einstimmig den Bauantrag. Erwin Zeug konnte sich aber nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass vor einigen Jahren "so etwas nie im Leben genehmigt worden wäre". Johann Schwarzenböck ergänzte: "Da hatte man noch gedacht, die Welt geht unter". Ohne Diskussion stimmten die Gemeinderäte dem Bauantrag von Franziska Maier-Breitsamer zu, die ihr bestehendes Wohnhaus an- und umbauen möchte. Bürgermeister Ehgartner erläuterte, dass zwar an der Nordgrenze des Grundstücks die Abstandsflächen nicht eingehalten werden können, dies aber durch den vorhandenen Gebäudebestand gegeben sei. Zudem könnten die Brandschutzvorgaben nicht eingehalten werden. Dies sei aber keine Sache der Baugenehmigung, hier müsse das Landratsamt tätig werden.
Ebenfalls keinen Diskussionsbedarf gab es bei dem Bauantrag von Hans Georg, der eine neue Maschinenhalle mit Heizraum und Hackschnitzellager in Mimmelheim bauen will. Der Gemeinderat gab dem Antragsteller lediglich mit auf den Weg, dass er für die Oberflächenentwässerung des Bauvorhabens und der Zufahrt auf dem Baugrundstück zu sorgen hat.
Der Planer hat acht Stellen gefunden, die den Vorgaben des Innenministeriums entsprechen und auch die Erfordernisse einer Fotovoltaikanlage erfüllen. So habe die Gemeinde nur einmal den Aufwand, eine Änderung des Flächennutzungsplanes in die Wege zu leiten.
Bürgermeister Ehgartner vermutet, dass bei allen Standorten bereits konkrete Anfragen vorliegen. Die Größen der Freiflächen-Fotovoltaikanlagen schwanken dabei von 0,2 bis 20,4 Hektar. Die andere Möglichkeit sei, so Ehgartner, jede Anfrage gesondert zu behandeln. Doch den Ausführungen des Bürgermeisters war zu entnehmen, dass er die Vorgehensweise der Stadt Dorfen gut findet.
Da die Gemeinde Obertaufkirchen von den geplanten Änderungen des Flächennutzungsplanes nicht betroffen ist, hat sie auch keine Einwände. hsc
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