224.01.12|Mühldorf|Mühldorf|1
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Mühldorf/Dorfen - Drei Minister, drei Landräte, drei Bundestagsabgeordnete, dazu Bayerns Bahnchef, Bürgermeister und Wirtschaftsvertreter: Auf die gestrige Bahnkonferenz in Dorfen kamen so viele hochrangige Teilnehmer wie lange nicht. Neuigkeiten gab es trotzdem keine.

© hon
Großer Bahnhof: Als vor gut einem Jahr das zweite Gleis bei Ampfing eingeweiht wurde, herrschte nicht nur bei Minister Ramsauer (vorne links) Freude. Die ist inzwischen einmal mehr der Erkenntnis gewichen, dass es viel zu langsam vorangeht.
Trotzdem geht es weiter sehr, sehr langsam voran. Für den Ausbau bis Tüßling besteht Hoffnung, dass die Gleise 2016 fertig sind. Die benötigten 125 Millionen Euro sind zwar immer noch nicht verbrieft, Umweltminister Huber hat aber keinen Zweifel, dass das Geld fließt, sobald Baurecht herrscht (siehe Kasten).
Die Planungen für den Ausbau zwischen Ampfing und Markt Schwaben ruhen dagegen, weil die Bundesregierung noch kein Geld zur Verfügung gestellt hat. Acht Millionen Euro fließen von der Europäischen Union, sobald auch Deutschland acht Millionen Euro zur Verfügung stellt. Derzeit liefen die Verhandlungen mit der Bahn, erklärte Verkehrsminister Peter Ramsauer.
Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch erinnert sich an die Wortwahl des Ministers genau. "Baldmöglichst hat er gesagt", betont Knoblauch, "bei der Einweihung der Ehringer Brücke im August war es ,zeitnah'", so Knoblauch.
Mangels Konkretem bleibt von dem Treffen vor allem ein politisches Signal, glaubt Umweltminister Dr. Marcel Huber: "Die Geduld der Anwesenden währt nicht ewig." Bürgermeister Knoblauch warnte vor der Vernachlässigung des Schienenausbaus, der eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei: "Wenn wir wegen Transportproblemen in eine Rezession geraten, können wir auch unser soziales Netz nicht aufrecht erhalten."
hon/Mühldorfer Anzeiger
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