Mühldorf - "Global denken - lokal handeln" - dieser Grundsatz ist gerade in den Bereichen Klimaschutz und Energieeinsparung das Motto der Stunde. Auch im Landkreis Mühldorf bestimmt dieser Leitsatz das energiepolitische Handeln", erklärte der Landrat. Nach der Erstellung des Energieatlases, der Schaffung von zehn Energie-Arbeitskreisen sowie der Gründung einer Regionalen Energie GmbH (wir berichteten) entstand nun ein Gesamtenergiekonzept für landkreiseigene Liegenschaften. Dieses Konzept wurde von Landrat Georg Huber im Rahmen eines Gesprächs mit dem Mühldorfer Anzeiger vorgestellt.

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Neben der energetischen Sanierung des Landratsamtsgebäudes wird auch eine neue Nahwärmeverbundlösung mit anderen Liegenschaften ins Auge gefasst. Foto sb
Für Huber gilt es, Netzwerke aufzubauen, die alle Schritte von der Bereitstellung des Rohstoffs und seine Veredelung bis hin zur Energieerzeugung und -nutzung vor Ort zu verknüpfen. "So entstehen neue regionale Wertschöpfungsketten und das bedeutet, dass Energie und finanzielle Mittel eingespart werden können", betonte der Landrat.
Zusammen mit dem Institut für Energietechnik an der Hochschule Amberg-Weiden hat der Landkreis Optimierungsmöglichkeiten der Energieversorgung und Energienutzung in den Liegenschaften Ruperti Gymnasium, Berufsschule, Landratsamt, Handwerkskammer, Feuerwehrgebäude der Stadt Mühldorf und Krankenhaus prüfen lassen. Die Machbarkeitsstudie wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert. Aufbauend auf einer Analyse des energetischen Ist-Zustands der Gebäude wurden alternative Nahwärmeverbundlösungen erarbeitet und sowohl ökonomisch als auch ökologisch bewertet.
Im Zentrum der Machbarkeitsstudie stand eine Nahwärmeverbundlösung, bestehend aus den Gebäuden des Landratsamtes, des Ruperti Gymnasiums, der Handwerkskammer und der Berufsschule.
Bei einem errechneten Nutzwärmebedarf der vier Liegenschaften von 5772 MWh Nutzwärme sind als vier Varianten für einen Nahwärmeverbund die Energieversorgung per Erdgaskessel in dezentralen Liegenschaften als Referenzvariante, mit Hackschnitzelheizung, Pflanzenöl-Bioheizkraftwerk oder Erdgas-Bioheizkraftwerk denkbar.
Die Betrachtung der denkbaren Möglichkeiten umfasst eine Aufstellung der Investitionskosten, der Jahresgesamtkosten sowie der Wärmeentstehungskosten.
Wann der Landkreis diese Lösung umsetzen kann, ist derzeit noch völlig offen und hängt von den finanziellen Möglichkeiten ab. Foto sb
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