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Berufspaten-Projekt wird fortgesetzt

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Das Berufspaten-Projekt im Landkreis Mühldorf wird in den kommenden vier Jahren fortgesetzt. Nach dem Rückzug des Kreisjugendrings übernimmt das Staatliche Schulamt die Leitung des Projekts. Sozialpädagogin Julia Kietzke ist die alte und neue Projektleiterin.

Das Wachsstöckl soll die Berufspaten zum Weitermachen überzeugen. Aus den Händen von Schulamtsdirektor Paul Schönstetter (links) Projektleiterin Julia Kietzke und Landrat Georg Huber (rechts) wurden sie an die Berufspaten verteilt. Foto sb

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Das Wachsstöckl soll die Berufspaten zum Weitermachen überzeugen. Aus den Händen von Schulamtsdirektor Paul Schönstetter (links) Projektleiterin Julia Kietzke und Landrat Georg Huber (rechts) wurden sie an die Berufspaten verteilt. Foto sb

Mettenheim - Rund 25 ehrenamtliche Berufspaten gibt es im Landkreis Mühldorf. Sie betreuen Jugendliche aus den Mittelschulen, die Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz benötigen. Bisher hat der Kreisjugendring die Leitung dieses Projekts übernommen, im Herbst letzten Jahres diese aber aus finanziellen und personellen Gründen abgegeben.

Landrat Georg Huber und Schulamtsdirektor Paul Schönstetter wollten dieses erfolgreiche Projekt aber nicht fallen lassen. In intensiven Verhandlungen mit der Agentur für Arbeit konnte erreicht werden, dass die Finanzierung dieses Projekts für die nächsten vier Jahre gesichert ist. Der Landkreis und die Agentur für Arbeit werden die Berufspaten finanzieren.

Gelungen ist es auch, Julia Kietzke wieder als Leiterin des Projekts zu gewinnen. Die Sozialpädagogin an der Ampfinger Mittelschule hatte die Berufspaten im Jahr 2005 bei ihrer Einführung als Mitarbeiterin des Kreisjugendrings aufgebaut und betreut. "Ich freue mich auf diese Aufgabe, denn die Jugendlichen brauchen verlässliche und glaubwürdige Partner im Berufsfindungsprozess und auf dem Weg zur Berufsausbildung", stellte Kietzke beim Kreuzerwirt in Mettenheim heraus.

Neu ist, dass die Jugendsozialarbeiter an sieben Mittelschulen des Landkreises direkte Ansprechpartner der Berufspaten sind. Sie organisieren den Ablauf des Projekts an den Schulen entsprechend der vorgegebenen Rahmenbedingungen und Arbeitshilfen.

Landrat Georg Huber stellte in Mettenheim die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Berufspaten für die Jugendlichen an den Mittelschulen des Landkreises heraus. Er bezeichnete sie als Wegweiser und Wegbegleiter für die Mittelschüler, die bei der Ausbildungsplatzsuche Probelme haben. "Wir können auf die hervorragende Arbeit des Berufspaten nicht verzichten, darum haben wir alles getan, um dieses Projekt am Leben zu erhalten", betonte der Landrat.

Schulamtsdirektor Paul Schönstetter stellte heraus, dass bei diesem Projekt das Schulamt, das Amt für Jugend und Familie, die Agentur für Arbeit und das Bildungszentrum des Handwerks in Mühldorf eng zusammenarbeiten würden. "Ich will in die Zukunft schauen und da sehe ich eine optimale Betreuung unserer Jugendlichen als gewährleistet an.

Jugendliche, die aus einem bildungsfernen Elternhaus kommen, wo die Bedeutung der Schule und der Ausbildung keinen Wert hat, sollen auf ihrem Weg ins Berufsleben unterstützt werden.

Schönstetter und Kietzke machten aber auch deutlich, dass die Berufspaten keine Ersatzeltern seien und auch keine Sozialarbeiter, die die Eingliederung und Sozialisation von Schülern betreiben müssen. "Ich bitte sie herzlich, diese wichtige Aufgabe wieder anzunehmen", erklärte Schönstetter den rund 25 Berufspaten in Mettenheim.

Als symbolischen Dank überreichten Paul Schönstetter und Landrat Georg Huber an die Berufspaten ein traditionsreiches Geschenk, das schon immer zu Mariä Lichtmess gehörte, speziell angefertigt als Unikat mit Fleißbildchen: ein Wachsstöckl. Der Lichtmesstag stand seit Jahrhunderten für einen Wechsel im Aufgabenfeld oder für ein Weitermachen am bewährten Ort. "Man stand aus oder noch besser man stand wieder ein. Ich würde alle Berufspaten sehr herzlich bitten, wieder einzustehen und diese ehrenamtliche Aufgabe fortzuführen", bat der Schulamtsdirektor.

Wer Interesse hat, sich als ehrenamtlicher Berufspate zu engagieren, kann sich bei Projektleiterin Julia Kietzke, Staatliches Schulamt, Am Kellerberg 9, Mühldorf, unter Telefon 01 76/99 75 30 20 oder berufspatenschaften. mue@gmx.de informieren. sb

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