Das Amt für Jugend und Familie will nach der beschlossenen Umstrukturierung und der Schaffung von elf neuen Vollzeitstellen (wir berichteten) das Beratungs- und Betreuungsangebot weiter ausbauen.
Mühldorf - Der Personalbedarf des Amtes für Jugend und Familie wurde von der Firma Rödl&Partner festgestellt. Neben der Erledigung des normalen Geschäftsgangs werden für die neuen Aufgaben im Bereich der Beratung weiter Stellen benötigt.
Der Allgemeine Sozialdienst wird um 2,5 Vollzeitstellen erhöht. Damit soll das Fallmanagement durch die Mitarbeiter in allen Fällen vorgenommen werden. Dadurch würden die Fallzahlen pro Mitarbeiter verringert und eine Erhöhung der Qualität in der sozialpädagogischen Diagnose vorgenommen. Die Personalkosten an dieser Stelle würden sich um 100 000 erhöhen, die Ausgaben um 550 000 Euro verringern. Die Gutachter sehen ein Einsparpotenzial von 450 000 Euro.
Die Einhaltung der neuen gesetzlichen Vorschriften bei der Amtsvorstandschaft machen die Einstellung eines weiteren Sozialpädagogen notwendig. Die Kosten steigen dort um 50 000 Euro. Um die Schaffung eines bedarfsgerechten Angebots in der Kindertagespflege und die Qualifizierung von geeigneten Pflegeeltern zu erreichen, ist mit einer Personalmehrung von 1,5 Vollzeitstellen zu rechnen. Die Einsparungen werden im Jahr auf 45 000 Euro beziffert.
Ein Sozialpädagoge soll sich um die koordinierende Kinderschutzstelle kümmern. Seine Aufgabe ist der Ausbau und die Abstimmung von Angeboten. Die Mehrkosten betragen rund 30 000 Euro.
Die Jugendsozialarbeit an den Grundschulen soll in Zukunft von einem Sozialpädagogen in Angriff genommen werden. Dadurch sollen frühzeitig Hilfestellungen gegeben und Fehlentwicklungen verhindert werden. Die Personalkosten steigert diese Aufgabe um rund 17 000 Euro. Diese Arbeit wird vom Freistaat Bayern zusätzlich gefördert.
Im Förderzentrum soll die Jugendsozialarbeit um einen Sozialpädagogen erhöht werden. Die Mehrkosten belaufen sich auf rund 32 000 Euro. Ausgebaut werden soll auch die Beratungspräsenz in den Kindertagesstätten des Landkreises. Ein Sozialpädagoge soll die Beratungs- und Unterstützungsangebote für alle Kindertagesstätten im Landkreis betreuen. Die Kosten für diese Stelle wurden mit rund 50 000 Euro beziffert.
Die Steuerung der Fälle wurde bisher extern vergeben. Diese Aufgabe soll wieder direkt vom Amt für Jugend und Familie durchgeführt werden. Dazu ist die Schaffung einer 0,5 Vollzeitstellte geplant. Die Einsparungen sollen sich auf 15 000 Euro belaufen.
Um eine trägerübergreifende Qualitätssteigerung und -sicherung bei der Kindertagesbetreuung zu erreichen, soll ein Sozialpädagoge eingestellt werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 50 000 Euro.
Der Personalbedarf im Amt für Jugend und Familie steigt mit den geplanten Maßnahmen auf rund 464 000 Euro. Durch die Einsparungen von rund 716 000 Euro würde eine Haushaltsentlastung von rund 240 000 Euro erreicht, rechnete der Gutachter aus. sb
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