019.03.10|Mühldorf|Mühldorf|
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Eggenfelden - "Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikhalle oder im Forschungslabor. Sie beginnt im Klassenzimmer." Getreu dem Motto von Henry Ford wurde bereits im Jahr 2006 zum ersten Mal eine Bildungsmesse organisiert, die alle Initiativen zu Aus- und Weiterbildungsförderung in der Region bündelt. Die drei Landkreise Mühldorf, Altötting und Rottal-Inn arbeiten dafür Hand in Hand und versuchen Arbeitgeber und Arbeitnehmer an einen Tisch zu bringen.

© OVB
Während sich Kabarettist Dr. Dietrich Paul (Bild rechts) dem Thema auf seine Weise näherte, gab es bereits am Eröffnungstag der Bildungsmesse in Gern interessante Gespräche über Aus- und Weiterbildung an den zahlreichen Informationsständen. Fotos hsc
Die Bildungsmesse, die am Donnerstag in der Schlossökonomie Gern eröffnet wurde, zeigt, dass die großen Themenbereiche Aus- und Weiterbildung eng miteinander verwoben sind. In diesem Jahr präsentieren sich 70 Aussteller, Unternehmen und Bildungsträger, die sich und ihr breit gefächertes Angebot vorstellen. Die Messe gliedert sich in die Bereiche Ausbildung, berufliche Fortbildung und Studium und wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt.
Bruni Mayer, Landrätin des Landkreises Rottal-Inn in launigen Worten, machte im Rahmen der offiziellen Eröffnung deutlich, dass die Messe allen Jugendlichen die passenden Wege aufzeigen solle, um optimistisch in die Zukunft zu gehen. "Ich möchte allen Mut zusprechen, damit sie in ihrem Engagement nicht nachlassen". Damit leitete Mayer auf die vielfältigen Weiterbildungsangebote über. Lebenslanges Lernen sei heute keine leere Phrase mehr. Darin war sie sich mit Staatssekretärin Katja Hessel vom bayerischen Wirtschaftsministerium einig, die das lebenslange Lernen ebenfalls "unerlässlich" nannte. Mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger, ist in ihren Augen aber die richtige Berufswahl. Sie sei wegweisend und müsse daher gut überlegt sein.
Die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium appellierte an die Unternehmen, sich rechtzeitig nach qualifizierten Mitarbeitern umzusehen. Der Fachkräftemangel werde derzeit nur von der Wirtschaftskrise überdeckt. Daher sei es in ihren Augen auch unerlässlich, mehr Frauen in technische Berufe zu bringen. Eggenfeldens Bürgermeister Werner Schießl informierte die zahlreichen Besucher der Auftaktveranstaltung, dass die Schlossökonomie in Sachen Bildung bereits eine lange Tradition vorzuweisen habe. Hier sei beispielsweise die erste Landwirtschaftsschule beheimatet gewesen. "Wir haben schon früh in Bildung investiert", meinte er.
Bevor sich die Besucher bei einem Rundgang durch die Messe von dem vielfältigen Angebot überzeugten, konnten sie noch ein ganz besonderes Kulturschmankerl genießen. Dr. Dietrich Paul, Kabarettist, Mathematiker und Musiker, unterhielt die Gäste mit einem Streifzug durch die Medienlandschaft, wobei er genüsslich über mathematische Fehlleistungen herzog. So bediente er sich bei der Präsentation seiner unterhaltsamen Erkenntnisse eines Overheadprojektors ("Der Beamer des kleinen Mannes") und zeigte, dass Musik und Mathematik ein enges Verhältnis zueinander pflegen.
Die Bildungsmesse in Gern ist noch am heutigen Samstag von 8 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenlos. hsc
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