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WM-Aus für Günther Bauer

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Schleching - Riesiges Pech für Eisspeedway-Pilot Günther Bauer: Der Schlechinger zog sich beim Training in Schweden einen heftigen Bruch des Daumengelenks zu.

OVB

© re

Günther Bauer zog sich einen Bruch des Daumengelenks zu.

Er musste deshalb seine Teilnahme an der WM-Qualifikation in Luchowizy (Russland) absagen. Denn bis zum 28. Januar wird die Verletzung noch nicht ausgeheilt sein. "In der Kurve habe ich am Hinterreifen einen Platten bekommen und bin mit einem ,Highsider' gestürzt", berichtet er. Zunächst blieb ihm die Luft weg, doch das war nicht das größte Problem: Nach einigen Minuten erst kamen die Schmerzen am Daumen. Das Gelenk war in acht Trümmer gebrochen, nach dem Rückflug aus Schweden wurde Bauer in Vogtareuth operiert, das Gelenk mit Schrauben fixiert. "In ungefähr sechs Wochen soll es wieder voll belastbar sein. Wenn alles perfekt läuft, kann ich vielleicht bei der Team-WM (25./26. Februar in Togliatti, d. Red.) wieder mitfahren", hofft er.

Fahren will er auch bei der Eisspeedway-Europameisterschaft in Assen (10./11. März) und beim internationalen Rennen in Berlin-Wilmersdorf am 24./25. März. Eine deutsche Meisterschaft ist in dieser Saison nicht geplant - ein weiterer Rückschlag für die deutsche Eisspeedway-Szene, nachdem ja 2012 auch in Inzell kein WM-Lauf stattfinden wird. "Es ist noch nicht einmal klar, ob ein deutscher Fahrer meinen Platz in Russland übernehmen wird. Die meisten sind ja schon pleite, wenn sie 1000 Kilometer fahren müssen ...", so Bauer. Fix dabei sind in den insgesamt drei WM-Quali-Runden (14. Januar St. Johann, 28. Januar Luchowizy/Russland und Sanok/Polen) der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher und der Edlinger Max Niedermaier. Wer die anderen zwei deutschen Startplätze einnehmen wird, scheint noch offen.

So ist Bauers Fehlen ein großer Rückschlag für den deutschen Verband, aber natürlich auch für ihn selbst. "So viel Pech wie 2011 hatte ich selten", klagt er. Denn im Frühjahr hatte er sich bei einem Cross-Ausflug die Schulter gebrochen und den Halswirbel angeknackst. Erst zirka Mitte Oktober hatte er wieder richtig Sport treiben können, jetzt folgte die nächste Verletzung. Doch der WM-Zwölfte des Vorjahres hofft, dass nach dem "Seuchenjahr" ein erfolgreiches Jahr 2012 folgt. Das, was man sonst gerne sprichwörtlich tut, um jemand Glück zu wünschen, sollte man allerdings bei Bauer derzeit nicht zu wörtlich nehmen: Ihm "den Daumen drücken"...

who/Oberbayerisches Volksblatt

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