Starke Leistung von Max Niedermaier: Der Edligner Eisspeedway-Pilot schaffte bei der WM-Qualifikation in Luchowizy (Russland) den sechsten Platz und hat sich damit direkt für die WM-Serie (Grand Prix) qualifiziert. Dagegen verfehlte der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher als 7. in Sanok (Polen) dieses Ziel knapp. Die anderen drei deutschen Piloten - darunter der Inzeller Franz Mayerbüchler junior - verkauften sich ordentlich, hatten aber erwartungsgemäß keine echte WM-Chance.
In St. Johann/Pongau wurden fünf Fixplätze für die WM vergeben. Da jedoch pro Qualifikationsort nur zwei russische Fahrer weiterkommen dürfen, hatte Witali Khomisewitsch Pech: Hinter Sieger Dimitri Koltakow und Dimitri Khomisewitsch wurde er Dritter, bekommt aber keinen WM-Platz. Diesen sicherten sich vor heimischem Publikum der Saalfeldener Franz Zorn (4.) und dessen Landsmann Harald Simon (5.), der sechstplatzierte Finne Mats Järf profitierte davon, dass ein russischer Pilot ausscheiden muss. Als Siebter schied der Niederländer Rene Stellingwerf knapp aus. Sehr gut hielt sich der Österrreicher Charly Ebner senior als Zehnter, und hinter ihm holte WM-Neuling Markus Jell (Altfraunhofen/11.) immerhin fünf Punkte. Gar nicht nach Wunsch lief es für Ex-Weltmeister Per-Olov Serenius (schweden): Nach einer Disqualifikation im ersten Lauf und nur einem Zähler in den folgenden beiden Durchgängen trat er zu seinen letzten beiden Läufen gar nicht mehr an.
Hier kam einmal Ersatzfahrer Thomas Wiest zum Zuge und ließ immerhin den Tschechen Lukas Volejnik hinter sich, der in der Tageswertung Platz 12 belegte.
In Sanok (Polen) waren Weltmeister Nikolaj Krasnikow (1.) und Daniil Iwanow (2.) die einzigen beiden Russen und kamen klar weiter. Ebenso holten sich der Pole Grzegorz Knapp (3.), Robert Hendersen (Schweden/4.) und der Tschechen Jan Klatovsky (5.) einen WM-Platz.
In Luchowizy (Russland) fehlten der Ukrainer Oleg Dosajew, der Niederländer Sven Holstein und der zweite geplante Fahrer aus Österreich. So kamen neben den drei geplanten Stammfahrern aus der dominierenden Eisspeedway-Nation Russland noch drei "Ersatzfahrer" hinzu.
Den Sieg holte sich Eduard Krysow (Stammfahrer) vor Sergej Makarow (Ersatz), Sergej Karatschintsew und Igor Konjonow (beide Stammpiloten). Da Makarow als Ersatzfahrer angetreten war, wird er voraussichtlich ebenso im GP-Feld fehlen wie Konjonow als "schwächster" Stammpilot - offiziell entschieden ist das aber noch nicht.
Klar ist dagegen: die zwei besten Nicht-Russen dieser Qualifikation, Antti Aakko (Finnland/5.) und Max Niedermaier (6.), erhalten einen GP-Platz. Knapp verfehlt hat diesen der schwedische Routinier Stefan Svensson (7.), ebenso dessen Landsmann Joakim Söderström (8.) und der überraschend stark auftrumpfende Österreicher Josef Kreuzberger (9.).
Niedermaier besiegte die Konkurrenten, gegen die er punkten musste, und riskierte gegen die russischen Stars nicht zu viel. So kam der Sohn des früheren Team-Weltmeisters Max Niedermaier senior auf Platz 6.
Der 18-jährige Franz Mayerbüchler junior musste praktisch ohne Testwettkampf seine erste WM-Qualifikation bestreiten und hielt sich als Zwölfter beachtlich. Ein Sturz in seinem ersten Auftritt kostete ihn die Chance, gegen Jussi Nyrönen (Finnland) und Gerrit Oege Schukken (Niederlande) zu punkten, die beide in der Gesamtwertung hinter ihm landeten. Bei seinem letzten Einsatz trumpfte der junge Inzeller forsch auf: Hinter Eduard Krysow erkämpfte er Platz 2 vor Josef Kreuzberger sowie dem Tschechen Radek Hutla.
Bislang stehen 14 WM-Piloten fest. Einen weiteren festen Platz vergibt der Weltverband FIM, und da dürfen sich vor allem die knapp gescheiterten Piloten Hoffnungen machen. Dies gilt besonders für Rene Stellingwerf, da sich kein Niederländer qualifiziert hat. Pro Grand Prix (4./5. Februar in Krasnogorsk, 11./12. Februar in Ufa/beide Russland, 16./17. März in Assen/Niederlande und 31. März/1. April in Uppsala/Schweden) können dann die gastgebenden Verbände einem weiteren "Stammfahrer" sowie zwei Reservefahrern eine Wildcard erteilen. who



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.