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"Jetzt weiß ich, warum die Russen so schnell sind"

Ruhpoldinger Stefan Pletschacher war vom Trainingslager in Kamensk-Uralski begeistert - WM-Qualifikation in Sanok

"Jetzt weiß ich, warum die Russen so schnell sind"

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Völlig begeistert von seinem Trainingslager in Kamensk-Uralski (Russland) zeigt sich Eisspeedway-Pilot Stefan Pletschacher (MSC Ruhpolding). "Das war ein komplett tolles Trainingslager, jetzt weiß ich, warum die Russen so schnell sind."

Der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher ist nach einem gelungenen Trainingslager in Russland optimistisch für die Saison.

© OVB

Der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher ist nach einem gelungenen Trainingslager in Russland optimistisch für die Saison.

Der 32-Jährige war in Kamensk-Uralski unter anderem mit Max Niedermaier (Edling) und dem österreichischen Grand-Prix-Piloten zur Saisonvorbereitung, hinzu kam die "zweite Garde" der russischen Eisspeedway-Fahrer - doch diese gehören ebenfalls schon zur Weltklasse.

Haupttrainer war der ehemalige Grand-Prix-Pilot Alexej Bondarenko. Bei Temperaturen meist um die 15 Grad minus wurde jeden Tag das Eis anders präpariert. So gab es unter anderem "russisches Eis", das heißt hartes Eis mit tiefen Rillen, dann relativ "weiches" Eis und vieles mehr. Auf zwei verschiedenen Bahnen wurde gefahren, und jeden Tag gab es einen anderen Schwerpunkt. "An jedem Tag wurden bestimmte Fehler angesprochen und korrigiert, wie zum Beispiel die Sitzhaltung. Es sind oft nur Kleinigkeiten, aber die bringen enorm viel", freut sich Pletschacher. So "haben wir jeden Tag mindestens einen Fehler weggebracht, und man hat eine klare Steigerung gesehen." Hinzu kam ein reines Starttraining (es wurde nur die begonnene Runde zu Ende gefahren), an einem anderen Tag wurden die Distanzen über die normalen vier Runden hinaus erst auf fünf, dann auf sechs Durchgänge erhöht. Abends folgte jeweils eine Videoanalyse. "Das war schon etwas anderes als sonst in Schweden, wo ich halt jeden Tag nur meine Runden gedreht habe", so der WM-16. des Vorjahres.

In einem Teamrennen belegte Pletschacher gemeinsam mit Niedermaier und Simon Rang drei, im Einzel ging es dann vor 10000 Zuschauern zur Sache. "Das war eine tolle Atmosphäre, und wenn ich nicht bei einem Vorlauf den Start vermasselt hätte, wäre ich locker ins B-Finale um die Plätze fünf bis acht gekommen." So reichte es "nur" zum C-Finale (Plätze neun bis zwölf) - und hier setzte sich der Ruhpoldinger durch.

"Ich hatte auch einen Unfall und musste genäht werden, weil mich das eigene Hinterrad erwischt hat. Aber die medizinische Versorgung war super", zeigt er sich positiv überrascht.

So war trotz der 4500 Kilometer langen Anreise (nach Russland brauchte Pletschacher 78 Stunden, auf der Heimfahrt waren es immerhin 68 Stunden) dieses Trainingslager für ihn ein echter Gewinn. "Ich habe ein gutes Gefühl, ich bin schnell geworden, und die bewährten Motoren von Klaus Lausch aus Edling sind auch super", freut er sich,

Dass es bei der WM-Qualifikation dennoch sehr schwer sein wird - wie im vergangenen Winter - einen Platz im Grand Prix zu ergattern, ist ihm bewusst. Der 32-Jährige ist bei der WM-Qualifikation in Sanok (Polen) am 28. Januar 2012 am Start. "Ich fahre dort am nächsten Tag auch noch beim Rennen um den Sanok-Pokal mit, die Bahn finde ich auch gut, das passt", kommentiert er seine Einteilung. In Sanok sind alle drei polnischen Fahrer, die heuer die WM-Quali bestreiten dürfen, am Start. Zumindest Grzegorz Knapp, der sich für den GP 2011 qualifiziert hatte, dürfte auch heuer wieder ein starker Konkurrent um die WM-Plätze sein. Für Tschechien ist unter anderem Antonin Klatovsky - zuletzt WM-13. - gemeldet, hinzu kommen zwei russische Piloten. Da auch noch ein Finne, zwei Schweden und zwei Österreicher dem Feld angehören, muss der Ruhpoldinger hier mit harter Konkurrenz rechnen.

Um für diese Herausforderung gewappnet zu sein, bereitet er nun erst einmal seine Maschinen in Ruhe vor. Anfang Januar plant er einen Start beim Testrennen in Steingaden, und "nur, wenn die Wettbewerbe in Deutschland wegen zu warmer Witterung ausfallen sollten, würde ich nochmal nach Schweden fahren".

Für Team-WM-Finale bereits nominiert

In Sanok will er sich dann für den Grand Prix qualifizieren, der am Wochenende 4./5. Februar in Krasnogorsk beginnt und am folgenden Wochenende in Ufa fortgesetzt wird. Dann kan er gleich in Russland bleiben, denn am Wochenende 25./26. Februar findet in Togliatti das Team-WM-Finale statt. Hierfür ist Pletschacher mit Günther Bauer (Schleching), Max Niedermaier (Edling) und Florian Fürst (Schliersee) nominiert. Er kann also noch einmal längere Zeit in Russland verbringen - gut gerüstet dafür dürfte er nun ja sein ... who

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