Grünwald und Reiterberger wollen vorn bleiben - Daemen will angreifenHeimische Titelanwärter gefordert
031.07.10|MotorsportFacebook
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Wer hat die Pause am besten genutzt? Das ist die Frage vor dem sechsten von insgesamt acht Läufen in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM), der am Schleizer Dreieck ausgetragen wird.
Denn nach drei Wochen geben die Piloten der IDM wieder Gas - und mehrere Fahrer beziehungsweise Teams aus der Region haben Titelambitionen.
Das gilt auch in der "Königsklasse" der Superbikes: Mit einem Doppelsieg am Salzburgring hat der Belgier Werner Daemen vom Team alpha Technik Van Zon BMW (Stephanskirchen) den bisher klar führenden Australier Karl Muggeridge mächtig unter Druck gesetzt. Nur noch neun Zähler Rückstand weist der belgische Routinier auf den Ex-Supersport-Weltmeister auf. Hinter dem Österreicher Martin Bauer liegt zudem Daemens Teamkollege Barry Veneman (Niederlande) als Gesamtvierter der IDM gut im Rennen. Er möchte in den zwei Superbike-Durchgängen am Schleizer Dreieck möglichst wieder unter die besten Drei kommen - viermal ist ihm das in den bisherigen zehn SBK-Wettkämpfen dieser Saison gelungen. Zwar fuhr Veneman noch nie in Schleiz, doch er ist zuversichtlich: "Auch bei uns in Holland gibt es Straßenkurse, das ist also nicht neu." Zudem holte sich Veneman Tipps bei seinem Teamkollegen Daemen, der über den Kurs berichtet: "Schleiz ist eine körperlich sehr anstrengende Strecke. Doch in der Vergangenheit war ich immer vorne dabei."
Nicht nur Daemen verbuchte seine besten Saisonergebnisse am Salzburgring. Dies gelang auch dem Raublinger Filip Altendorfer, der nun nach seinem sechsten Platz auf dem österreichischen Kurs auch am Schleizer Dreieck zumindest in die Punkteränge fahren will. Punkteränge ja, Spitzenplätze nein: Das war bislang die Bilanz des Wagingers Christian Kellner (SKM Racing Shell Advance) in der IDM Supersport. Der Vorjahres-Gesamtvierte ist derzeit Neunter, doch die absoluten Top-Piloten mit Damian Cudlin (Australien), Michael Ranseder und Günther Knoblich (beide Österreich) sind weit davongezogen.
In der 125-ccm-Kategorie führt Luca Grünwald (Waldkraiburg/172 Punkte) das Feld relativ deutlich vor Toni Finsterbusch (Krostitz/114) und dem Südafrikaner Mathew Roy Scholtz (111) an. Da insgesamt noch vier Läufe (zwei in Schleiz, je einer in Assen und Hockenheim) auf dem Programm stehen, sind noch maximal 100 Punkte zu holen. Der 15-Jährige hat den Titel also noch nicht in der Tasche - und wird daher darum kämpfen, möglichst zwei gute Ergebnisse einzufahren.
Sehr stark präsentierten sich auch zwei Einsteiger in diesem Jahr: Philipp Öttl (Ainring) ist in der Gesamtwertung sogar Sechster, der bisherige Pechvogel Michi Ecklmaier (Gars/Inn) hat mit Rang zehn am Salzburgring kräftig Selbstvertrauen getankt und möchte nun möglichst gleich zweimal in die Punkteränge fahren.
Ein weiterer Titelanwärter aus der Region ist der Obinger Markus Reiterberger. Der 16-Jährige führt die Gesamtwertung im Yamaha-R6-Dunlop-Cup an - und das soll nach seinen Vorstellungen auch am Saisonende so sein. Daher möchte er auch am Schleizer Dreieck seine Serie aus den vergangenen vier Rennen fortsetzen: Da war die "schlechteste" Platzierung Rang drei. Zufrieden sein kann bisher der Pallinger Hobbyfahrer Chris Schmid, der im Jahr 2010 meist knapp an die Punkteränge heranfuhr und einmal sogar in die Top 15 kam. Er will auch diesmal einen Mittelfeldplatz erkämpfen.
Im ADAC-Junior-Cup kämpft der Nachwuchs um Siege. Hier sitzt Spitzenreiter Lukas Wimmer (Österreich) vor allem der 13-jährige Max Fritzsch (Claußnitz) im Nacken. who
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