030.04.09|Rosenheim LandFacebook
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Der Maibaumklau von Bruckmühl: - Prost! 200 Liter Bier bekommen die Vagener Burschen als Auslöse für den Sonnenwiechser Maibaum. Dafür bringen sie ihn morgen frisch gestrichen zurück und helfen sogar beim Aufstellen. Dabei hatte es um den geklauten Maibaum noch in den Tagen vorher heftigen Streit gegeben. <br><br> Die zehn Gebote zum Maibaum-

Die Bruckmühler Feuerwehrler, denen der Baum gehört, hatten sich empört, weil ihnen der Baum am helllichten Tag gestohlen worden war. Genauer gesagt im Morgengrauen des 23. April. Für die Bruckmühler ein Verstoß gegen die Maibaumklau-
Die Vagener Burschen sehen das aber anders. Sie waren nach Sonnenwiechs in Bruckmühl geschlichen und hatten gewartet bis der letzte Wachmann seinen Posten verlassen hatte. Dann packten sie den Maibaum und waren auf und davon.
Von den Bruckmühler Feuerwehrlern schaffte es keiner, die Hand vor dem Ortsschild auf den Baum zu legen und die magischen Worte zu sprechen: "Der Baum bleibt da!". So einfach könnte ein Maibaumklau verhindert werden.
Trotzdem beharrten die Bruckmühler darauf, dass Maibäume nur nachts geklaut werden dürfen. Dem widerspricht Michael Ritter vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege. Er betont, dass es keine streng verbindlichen Regeln für den Maibaumklau gebe. Eine Tageszeit sei selbst in den zehn Maibaum-
Die Vagener und die Bruckmühler haben heftig debattiert und sich am Schluß salomonisch geeinigt. Die Vagener machen den Baum fertig, die Bruckmühler lösen ihn mit 200 Liter Bier aus.
Die Tradition des Maibaumaufstellen geht übrigens ins 19. Jahrhundert zurück. Damals wurden die Gemeinden unabhängig und stellten Bäume zum Zeichen der Dorfgemeinschaft auf. Das Ganze lief unter dem Motto "gemeinsam getan, was einer allein nicht könnte", erklärte Michael Ritter. Genauso haben es die Bruckmühler und die Vagener ja auch gesehen.
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