024.07.10|Rosenheim Land|Rosenheim Land|
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"Fee" ist einer von rund 20 kleinen Fahrrobotern. Ihr "Zuhause" haben die kleinen Kerle in der Fachhochschule Rosenheim. Dort dienen sie eigentlich den Studenten und Professoren dazu, Sensorik und Robotik zu erforschen. Doch regelmäßig kommen die kleinen technischen Wunderwerke nun auch bei der Schüler-Uni zum Einsatz. Spielerisch sollen Schüler im Umgang mit ihnen für technische Fächer und Berufe begeistert werden.

© OVB
Tiefe Einblicke in die Technik: Kleiner Roboter mit Schülern beim Projekt Schüler-Uni. Foto wunsam
Rosenheim - Hinter dem Begriff "MINT" verbergen sich die Worte Mathematik, Informatik, Natur und Technik. Das sind Fächer, die vielen Schülern - vor allem Schülerinnen - immer noch eine gewisse "Furcht" einflößen. "Dabei gibt es aber noch viel mehr interessante Berufe als Arzt, Lehrer oder Betriebswirt", meint dazu Professor Dr. Roland Feindor von der Fachhochschule Rosenheim.
Darum habe man innerhalb des Arbeitskreises "Schule und Wirtschaft" in Zusammenarbeit mit Unternehmern, Schulen und Sparkasse ein Konzept erarbeitet, wie man das Interesse an technischen Berufen möglichst früh fördern kann.
Herausgekommen ist dabei die Schüler-Uni. Dieses Projekt soll im kommenden Schuljahr noch ausgebaut werden. Es richtet sich an die 7. und 8. Klassen der Gymnasien und Realschulen in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie an die Klassen der Fachober- und Berufsoberschulen.
Bereits jetzt werden verschiedenste Workshops angeboten. So besuchte nun die 8. Klasse des Ignaz-Günter-Gymnasiums die Fachhochschule. Spielerisch wurden die Schüler an die Aufgaben späterer Ingenieure herangeführt. Sie durften mit Licht und Holz experimentieren, konnten virtuelle Ameisenvölker am Computer zum Leben erwecken und erlernten mittels Roboter die einfachen Grundzüge der grafischen Programmiersprache.
"Ich habe mir den Alltag in der Fachhochschule viel langweiliger vorgestellt", meinte der 14-jährige Alexander, nach seinen ersten Erfahrungen im Umgang mit den Robotern. Auf seinen Befehl hin fing das technische Wunderwerk an, sich zu bewegen und Hindernisse zu erkennen. "Das ist eine Supersache", fand der 14-jährige Lenhard. Für die beiden stand schnell fest: "Wir werden Technik studieren".
Ganz so sicher war sich da die 13-jährige Estelle noch nicht, aber den Tag an der Rosenheimer Fachhochschule fand auch sie sehr interessant. Den Roboter kannte sie schon von ihrem Bruder. Der besitzt nämlich auch so ein Modell. "Ich selbst habe mich mit diesem Teil aber zuhause noch nie beschäftigt", erzählte das Mädchen. Beim Workshop merkte sie dann schnell, dass der Umgang mit Technik auch ganz unterhaltsam sein kann: "Ich glaube, jetzt leihe ich mir den Roboter von meinen Bruder einmal aus." Genau darauf zielt das Projekt "Schüler-Uni" nach den Worten von Feindor ab: "Lernen soll Spaß machen." wu
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