Irschenberg - Ohne die Obst- und Kleinbrenner wäre es womöglich um blühende Landschaften im Voralpenland schlecht bestellt. Die meisten der Streuobstwiesen mit ihren Obstbäumen werden von Obstbrennern gepflegt, die im Herbst die Früchte ernten und sie zu regionaltypischen Destillaten verarbeiten. Viel Geld kann man damit nicht verdienen, weshalb fast alle Brenner im Voralpenland diese Tätigkeit im Nebenerwerb ausüben. Mit dem Auslaufen des seit fast 100 Jahren bestehenden deutschen Branntweinmonopols Ende 2017 erschweren sich die Produktionsbedingungen erheblich.
Damit seien die Brenner der Region aber bereits auf dem besten Weg. Deutlich mehr Brände als anderswo in Deutschland würden im Voralpenland als hochwertige regionale Spezialitäten direkt vermarktet. Landtagsabgeordneter Klaus Steiner aus Traunstein machte einmal mehr den Unterschied zwischen hochwertigen Obstbränden und ausländischen Produkten wie zum Beispiel Grappa ("destilliertes Schweinefutter") deutlich: denn Trester, der Grundstoff für Grappa, wird in Bayern tatsächlich fast ausschließlich an Tiere verfüttert. re
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