Deutlich mehr Frauen in Führungspositionen wünscht sich CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. "Wir brauchen das weibliche, strukturelle und emotionale Denken, um das manchmal etwa verkrustete Denken der Männer aufzubrechen", sagte er beim "Frauen-Frühstück" der Frauen-Union Rosenheim. Außerdem setzte er sich mit der Atomkraft und den zurückliegenden Landtagswahlen auseinander.

© OVB
Die Rolle der Frau in der Politik stärken wollen Daniela Ludwig, stellvertretende Landesvorsitzende der Frauen-Union, CSU-General Alexander Dobrindt und Ursula Meishammer, Kreisvorisitzende der Frauen-Union Rosenheim Stadt. Foto schlecker
Rosenheim/Landkreis - Eigentlich wollte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt am 1. Dezember vergangenen Jahres am 50-jährigen Jubiläum der Frauen-Union Rosenheim teilnehmen. Doch ein Schneechaos verhinderte das. Jetzt machte er sein Versprechen wahr: Bei schönstem Frühlingswetter traf er am vergangenen Samstagvormittag gut gelaunt beim "Happinger Hof" in Rosenheim ein. Dort wurde er zum "Frauen-Frühstück" von rund 80 Frauen und auch etlichen Männern empfangen.
Schon Daniela Ludwig, CSU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Landesvorsitzender der bayerischen Frauen-Union, betonte in ihrer Begrüßungsrede die Wichtigkeit der Frauen für Wirtschaft und Politik. "Von 908 Vorstandsmitglieder in den Top 200 Unternehmen Deutschlands finden sich gerade einmal 29 Frauen", sagte sie und forderte: "Macht es Frauen leichter. Beseitigt die gläserne Decke nach oben."
Dobrindt stimmte ihr zu. Für seine Anerkennung über die Leistung moderner Frauen in Politik und Wirtschaft und seine teilweise auch recht humorvollen Bemerkungen bekam er immer wieder viel Applaus.
Die zurückliegenden Wahlen sind nach Meinung des Politikers durch die Ereignisse in Japan dominiert worden. Dadurch sei eine neue Energie-Debatte entfacht worden. Die, so stellte er fest, wiederum von Frauen anders bewertet würde wie von den Männern: "Über 80 Prozent der Frauen sagen, man muss raus aus der Kernenergie. Bei den Männern fällt der Anteil deutlich geringer aus." Die CSU habe schon im vergangenen Herbst die Entscheidung für eine Ende der Kernenergie getroffen. Jetzt gehe es darum, den Zeitraum bis zum Ausstieg zu verkürzen. Bis Mitte Juni wolle man ein Konzept für einen zukünftigen Energiemix vorlegen.
Unter den Zuhörern im Saal des "Happinger Hof" fanden sich einige, die sich für ein Festhalten an der Kernkraft aussprachen. "Bei uns ist diese Technologie absolut sicher und sie hat in der Vergangenheit auch immer funktioniert", lautete das Fazit einiger Wortmeldungen. Endgültige Sicherheit gäbe es aber eben auch hierzulande nicht. Das führe Japan deutlich vor Augen, lautete dazu die Antwort des CSU-Generalsekretärs.
Auf Gerüchte, demzufolge die CSU es in Betracht ziehe, auf Landesebene mit den Freien Wählern zu koalieren, reagierte Dobrindt gelassen: "Die Politik der Freien Wähler ist ohne Inhalte und ohne Kompetenzen. Sie werden nicht noch einmal in den bayerischen Landtag einziehen. Das sage ich jetzt schon voraus." wu
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.