Brannenburg - Konversion, so nennen es Städteplaner, wenn eine neue Nutzung für eine Fläche oder ein Gebäude gefragt ist. Eine solche neue Nutzung wird auch für die ehemalige Karfreit-Kaserne in Brannenburg gesucht. Eine "Interessengemeinschaft Karfreit-Gelände Brannenburg" macht nun ihre Pläne öffentlich. **Videos und Fotos auf rosenheim.24**

© Schellmoser/Archiv
200.000 Quadratmeter groß ist das Gelände der ehemaligen Gebirgspionierkaserne.
Was geschieht mit dem Gelände der ehemaligen Kaserne? Für Brannenburg ist die Antwort auf diese Frage wohl entscheidend für die Entwicklung der Gemeinde in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Gesucht wird eine Nutzung für 200.000 Quadratmeter Fläche, unmittelbar an den Ort angrenzend, mit hervorragender Verkehrsanbindung.
"Wir wollen keinen großflächigen Einzelhandel nach Brannenburg holen und auch keinen Großkonzern, sondern Arbeitsplätze mit der Wirtschaft vor Ort schaffen", heißt es bei der Interessengemeinschaft. Doch auch für Vereine, Kultur und Freizeit soll Platz sein. Das IG betont, dass man an einer engen Abstimmung mit der Gemeinde interessiert sei, um ein gemeinsames Konzept zu schaffen.
Zu den Vorstellungen der Interessengemeinschaft gehört auch die Zusammenarbeit mit weiteren Investoren, die einzelne Objekte entwickeln wollen. Als Partner habe man bereits die Bayerische Landessiedlung gewinnen können, die schon mehrere Kasernenumwandlungen begleitet hat.
Sollte die Interessengemeinschaft zum Zug kommen, wird eine Gesellschaft gegründet, die das Gesamtgelände erwerben, erschließen und Einzelobjekte zur weiteren Nutzung verkaufen soll.
Planungsrechtlich hält die Gemeinde durch eine Veränderungssperre den Daumen auf dem Gelände. Gewerbe, Wohnen, Kultur und Tourismus, so lauten bislang die Vorstellungen im Rathaus. Doch auch wenn das IG-Konzept dort auf offene Ohren stoßen sollte, gibt es da immer noch die BIMA. Denn die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben muss das ehemalige Kasernengelände im Auftrag des Bundes vermarkten und dementsprechende Erlöse erzielen. Mit der BIMA habe man bereits gesprochen, heißt es bei der Interessengemeinschaft, man sei sehr zuversichtlich.
ku/Oberbayerisches Volksblatt
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