Landkreis - Wenn bislang beim Tourismusverband Chiemsee-Alpenland von Kooperationen die Rede war, richtete sich der Blick ausschließlich in den Chiemgau. Nun schaut sich der Verband auch in andere Richtungen um.
Erstmals gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Tegernsee-Schliersee. Erste gemeinsame Projekte sind bereits in Arbeit. Und die Partnerschaft soll weiter vertieft werden.
Die Gemeinsamkeiten sind unübersehbar zwischen den Tourismusverbänden Chiemsee-Alpenland (CAT) und Alpenregion Tegernsee-Schliersee. Beide wollen bei ihren Gästen in erster Linie mit landschaftlichen Schönheiten, mit Bergen und Seen punkten. Darüber hinaus gibt es mit dem Sudelfeld und dem Wendelsteingebiet eine geografische Überschneidung.
Eine weitere Klammer, die beide Regionen miteinander verbindet, ist das Thema Elektrofahrrad. Sowohl die Rosenheimer wie auch die Tegernseer werden sich im kommenden Jahr dem "Movelo"-System anschließen. Ziel ist es, ein flächendeckendes Netz von Fahrradstationen und Stützpunkten aufzubauen, in denen Touristen, die auf Fahrrädern mit elektrischem Rückenwind unterwegs sind, Räder entleihen oder zurückgeben können, technischen Service erhalten oder leere gegen volle Akkus tauschen können. "Wir schaffen damit ein einheitliches System, von dem am Ende der Gast profitiert", ist Pfaffinger überzeugt. Damit sei man Teil der "Movelo"-Kette, die vom Bodensee bis nach Berchtesgaden und ins benachbarte Österreich reicht.
Weitere Projekte sind laut Pfaffinger bereits in Planung, etwa im Bereich Gesundheit, wo es weitere Gemeinsamkeiten gibt.
Mit dem Traunsteiner Chiemgau-Tourismusverband gibt es schon seit Jahren eine enge und bewährte Kooperation im Marketing. Gemeinsame Messeauftritte gehören ebenso dazu wie Broschüren, die zusammen erstellt werden, etwa zum "Radeln um den Chiemsee" und zum Thema Camping. Ein gemeinsames Merian-Heft ist ebenfalls in Vorbereitung.
Pfaffinger sieht den Rosenheimer Tourismusverband mit diesen Kooperationen auf dem richtigen Weg. Dem erst im Januar 2010 gegründete CAT gehören zwar alle 46 Städte und Gemeinden des Landkreises sowie die Stadt Rosenheim an. Für die Vermarktung des touristischen Angebots ist das aber immer noch zu klein. "Das Agieren in größeren Einheiten ist eine wichtige Voraussetzung, um auf dem Markt bestehen zu können", sagt Pfaffinger.
Klaus Kuhn
Rubriklistenbild: © dpaBestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



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