Rosenheim - Mag sein, dass viele Menschen davon noch nie etwas gehört haben. Wer jedoch selbst in der Familie, bei Freunden und Nachbarn miterlebt hat, was es bedeutet, wenn ein winziges Menschlein vor der Zeit das Licht der Welt erblickt, der weiß, wie wichtig es ist, dass diesem Kind beste medizinische Versorgung und Betreuung zuteil wird. Die gibt es für die kleinen Kämpfer insbesondere auf der Frühgeborenenstation des Rosenheimer Perinatalzentrums. Doch wenn das Baby oft nach vielen Wochen, ja sogar Monaten endlich nach Hause geholt werden kann, sind die Eltern zum einen überglücklich, zum anderen aber auch oft tief verunsichert, ob sie in der Betreuung wirklich alles richtig machen.

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Wenn Frühchen die Klinik verlassen dürfen, brauchen die Eltern oft Hilfe. Die bietet der Verein "Harl.e.kin". Foto re
Genau dafür können betroffene Familien unkompliziert Hilfe erhalten. Seit 2006 gibt es das Projekt "Harl.e.kin-Nachsorge", das über das Bayerische Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen ins Leben gerufen wurde. Es bietet Betreuungsangebote für Familien mit früh- oder risikogeborenen Säuglingen, vernetzt die Arbeit von Klinik und Frühforderung.
"Unser Angebot ist für Eltern absolut kostenfrei, unverbindlich und unbürokratisch", sagt Projektkoordinatorin Elke Gebauer. Gut zu wissen: Waren es in den vorangegangenen Jahren etwa 40 Frühchen, die solche Nachsorge erhielten, so waren es 2011 bereits 64, Tendenz steigend.
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