Rosenheim - Eine 37-jährige Frau und ihr dreijähriger Sohn sind in der Rosenheimer Hochgernstraße grausam ermordet worden. Die Polizei fahndet nun nach Franz Müller, dem Ex-Mann des Opfers und Vater des Buben. **Aktuelle Informationen auf rosenheim24.de**

© Reisner, ro24
In diesem Mehr-Parteien-Haus in der Hochgernstraße 1 ereignete sich das Verbrechen. Unter den Nachbarn herrscht seit Montagabend Trauer und Angst.
Die Bewohner der Hochgernstraße sind fassungslos. Nett, aber zurückhaltend sei Lacramioara M. gewesen, ihr Bub schmächtig. "Die Frau durfte rein gar nix, man hat sie selten gesehen", erinnert sich etwa eine Mieterin aus dem Erdgeschoss.
Eine Nachbarin aus dem vierten Stock hat das Opfer und ihren Sohn ebenfalls in guter Erinnerung, eigentlich die "ganze Patchwork-Familie" - bis auf den Vater. Der sei Trinker gewesen, habe oft geschrien. Die Mieterin aus dem ersten Stock: "Es gab oft Streit, das hat man bis unten gehört. Vor allem, wenn er fernsehen wollte und der Kleine quengelte."
Die Rumänin Lacramioara M. hatte eine heute 15-jährige Tochter und einen zwölfjährigen Sohn mit in die Beziehung gebracht, bevor sie von dem Deutschrumänen Müller einen Sohn, Markus, bekam. "Auf einmal war er weg", stellten die Hausbewohner fest, als Müller eine Zeitlang ins Gefängnis musste. "Weil er seine Frau geschlagen hat", sind sie sich sicher. Nach seiner Haftentlassung schien die Beziehung beendet gewesen zu sein, der 48-Jährige mietete sich aber nur wenige Straßen weiter in eine eigene Wohnung ein.
Eine Hausbewohnerin jedenfalls habe die Leichen - unbestätigten Informationen zufolge die Frau erschlagen und das Kind erhängt - am Nachmittag im Keller des Hauses gefunden. "Ein Blutbad" muss dort stattgefunden haben, "ein Todeskampf", wird im Haus erzählt.
Seit gestern Vormittag fahndet die Polizei nun nach dem 48-jährigen Ex-Partner, von dem bislang "jede Spur fehlt". Wie die Polizei mitteilte, sei er "dringend tatverdächtig, die beiden ermordet zu haben". Wie aus Polizeikreisen weiter verlautete, ist der Mann möglicherweise bewaffnet. Sachdienliche Hinweise zu dem Flüchtigen erbittet nun die "Soko Hochgern" unter dem extra eingerichteten Hinweistelefon 08031/200-3014 oder 08031/200-30 16 .
Stefanie Zipfer
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