004.08.10|Rosenheim Land|Rosenheim Land|
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Rimsting - Öffentlich für Frieden und Freiheit einzutreten, forderte Landrat Josef Neiderhell am Sonntag als Schirmherr des Bezirkstreffens der Krieger-, Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften des Landkreis Rosenheim in Rimsting. 74 Veteranenvereine mit ihren Fahnenabordnungen nahmen an dem Treffen teil, das als Höhepunkt einen Festgottesdienst vor einem Feldaltar an einem der schönsten Punkte über dem Chiemsee vorsah.

© OVB
Der Trachtlernachwuchs legte Blumen für gefallene deutsche Soldaten nieder. Foto tH
Im Festzelt der Schützengesellschaft, die in diesen Wochen ihr 125-jähriges Bestehen feiert, wurden die Vereine empfangen. Ein Kirchenzug mit rund 1500 Teilnehmern aus 74 Veteranenvereinen und sieben Ortsvereinen aus Rimsting und Greimharting führte durch das Dorf Rimsting zum Feldaltar am Maurer-Sitzbankl. Drei Musikkapellen aus Bad Endorf, Prien, Wildenwart gaben dem Zug ihr musikalisches Gepräge.
Es war ein prächtiges Bild die 81 Fahnenabordnungen, die sich um den geschmückten Feldaltar gruppierten. Rimstings Veteranenvorstand Heinz Steinberger hatte zuvor die Vereine und Ehrengäste begrüßt.
Der Gedenkgottesdienst soll ein Fest des Friedens sein, so der Priener Pfarrer Monsignore Bruno Fink in seiner Ansprache. "Wir bitten Gott um Frieden für uns und für die ganze Welt", erklärte der Geistliche. Den Gottesdienst umrahmte der Rimstinger Kirchenchor.
Landrat Neiderhell sagte am Ende, dass das Treffen vor allem die Aufgabe habe, den Geist echter Kameradschaft und des Einsatzes für den Nächsten aufleben zu lassen. "Wir gedenken aber auch der Opfer der Kriege und schöpfen zugleich Hoffnung. Denn, wo einst die Großväter noch gegeneinander kämpften, begegnen sich die Kinder und Enkel heute freundschaftlich in einem geeinten Europa." Die "unverzichtbaren Werte", wie der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit, forderten im Moment wieder verstärkt zur Besinnung auf, so der Landrat. Die Krieger- und Soldatenvereine würden diese Werte als Friedensbewahrer und Friedensmahner bewahren. "Sie geben den heutigen Soldaten die Sicherheit und Zuversicht, die sie dringend brauchen."
Dem Ersten Obmann der Interessengemeinschaft, Pius Graf, lagen in seiner Ansprache die über 40 in Afghanistan gefallenen Kameraden am Herzen: "Viele sehen das als Betriebsunfall der Bundeswehr nur wenige als unser Versagen und als ein großes Leid für Väter und Mütter, für Ehefrauen, Söhne und Töchter. Vor 65 Jahren haben unsere Großmütter und Mütter, unsere Großväter und Väter beerdigt, heute beerdigen wir unsere Söhne", so Graf.
Als symbolisches Zeichen legten die Kinder des Trachtenvereins Rimsting für jeden der 40 Toten am aufgerichteten Ehrenmal eine Rose nieder. th
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