Rosenheim - Egal wem Paul heute Abend eine Rose geben wird: Finalistin Sissi Fahrenschon (23) ist schon jetzt Gewinnerin der RTL-Kuppelshow „Der Bachelor“.

© RTL
Von Flensburg bis Flintsbach ist die fesche Rosenheimerin mittlerweile bekannt, vor Model- und TV-Aufträgen kann sie sich kaum retten.
Über fünf Millionen Zuschauer schalteten in den vergangenen Wochen jeden Mittwochabend um 21.15 Uhr bei RTL ein, um zu verfolgen, welche der 20 Bewerberinnen am Ende das Herz des Bachelors (zu deutsch: Junggeselle; sprich: Bätschella) Paul Janke aus Hamburg erobern kann. Gedreht wurde die Kuppelshow im Oktober und November in Kapstadt. Single-Frauen wie Fahrenschon buhlten dabei wochenlang um die Gunst des gutaussehenden blonden 30-Jährigen. Der wiederum schickte sukzessive eine Kandidatin nach der anderen nach Hause. Auf dem Weg zur Entscheidungsfindung knuffte, knutschte und kuschelte sich der Hamburger durch das Bewerberinnenfeld – um am Ende die sehnsüchtig wartende Dame zu fragen: „Nimmst Du meine Rose an?“
Ihre natürliche, bayerischbodenständige Art, ihre Herzlichkeit und ihr Akzent hätten ihr mit Sicherheit viele Sympathien eingebracht, nicht nur bei Bachelor Paul, glaubt Fahrenschon. Schon als Wiesn-Reporterin für das Onlineportal rosenheim24 punktete sie mit einer Mischung aus Charme, Lokalkolorit und Lebensfreude.
Ob sie damit nun die Sendung und das Herz von Bachelor Paul gewinnen wird, darf Fahrenschon aus rechtlichen Gründen noch nicht verraten. Aber dass er ihr zumindest nicht das Herz gebrochen hat, ist aus den Berichten der stets gut gelaunten Fahrenschon durchaus herauszuhören.
„Nur nicht zu viele Gefühle investieren“, sei das Minimalziel gewesen, mit dem sie in die Show gegangen sei, erzählt Fahrenschon von ihrer Stimmungslage im Oktober. Aber dann habe sie gemerkt, dass erstens Paul toll ist und zweitens Paul sie toll findet – „und dann ging alles plötzlich wie von allein.“ Mit einem Mann zu knutschen, wenn ein ganzes Fernsehteam um einen herumsteht, sei zwar am Anfang durchaus eine Herausforderung gewesen. Dass einem dabei aber auch noch ein Millionenpublikum zusieht, dieser Gedanke kam der 23-Jährigen laut eigener Aussage zum Glück nie. Dass es sie zumindest kurzzeitig störte, dass Paul auch den anderen Damen nahe kam, gab sie gegenüber der Zeitschrift „Bunte“ ehrlich zu Protokoll. Echte Eifersucht oder knallhartes Kalkül – Paul scheint diese Gefühlsregung Sissis mit dem Einzug ins Finale belohnt zu haben.
„Für mich war‘s perfekt“, bilanziert Sissi Fahrenschon denn auch im Rückblick auf die Show und darauf, was RTL aus dem stundenlangen Material an Sendezeit letztlich zusammengeschnitten hat. Jede Sendung „plus die Wiederholung“ habe sie sich angeschaut. Beim ersten Mal, gibt sie offen zu, sei schon ein „bissl fremdschämen“ dabeigewesen, aber dann sei es mit jeder Folge besser geworden. „Für mich war‘s ja auch neu, ich wusste ja auch nicht, was die aus unseren Sätzen gemacht haben.“
Für ihre Karriere war Bachelor Paul der Hauptgewinn, so viel steht jetzt schon fest. Auch wenn sie Konkretes noch nicht verlauten lassen darf: Model- und TVAufträge werden in den kommenden Monaten ihren Terminkalender füllen. Ihren Eltern gibt sie damit nachträglich recht, die hatten nämlich immer an sie geglaubt: „Meine Mama hat gesagt: Wenn sie als junge Frau die Chance gehabt hätte, sie hätt‘s genauso gemacht!“
Stefanie Zipfer (Oberbayerisches Volksblatt)
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