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Yvonne bleibt ein heißes Thema

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Zum Leserbrief von Dr. Erich Loserth ("Tierschutz auch ohne Spenden"):

Vom Hubschrauber aus wurde auch mit Wärmebildkameras nach Kuh Yvonne gesucht - vergebens. Foto dpa

© OVB

Vom Hubschrauber aus wurde auch mit Wärmebildkameras nach Kuh Yvonne gesucht - vergebens. Foto dpa

Es ist schon bemerkenswert, dass eine entlaufene Kuh wochenlang in Presse, Funk und Fernsehen die Öffentlichkeit beschäftigt. Nachdem die Kuh einem Landwirt aus Aschau bei Waldkraiburg entlaufen war und Wochen später das Tier im Wald zwischen Zangberg und Oberbergkirchen gesichtet wurde, schaltete sich Gut Aiderbichl mit ein. Nun begann ein Werbespektakel ohnegleichen zum Einfangen der Kuh. Doch was steckt eigentlich dahinter? Das Gut Aicherbichl nützt auf schamloseste Weise die Dummheit und Naivität der Öffentlichkeit für seine Werbekampagne aus, um ja genug Spenden für sein dubioses Unternehmen zu ergattern. Tatsache ist, dass die Kuh ein Nutztier, aber kein Streicheltier á la Hund oder Katze ist. Mir ist als Nebenerwerbslandwirt vor 15 Jahren eine Kalbin bei der Verladung ausgebüchst. Zehn Tage später habe ich sie in einem Waldstück zirka drei Kilometer vom Hof entfernt gefunden. Ein Metzger, der zugleich Jäger war, hat das Tier geschossen und geschlachtet. Ein Tierarzt nahm vom Schlachtkörper Proben und schickte diese ins Veterinärinstitut nach Schleißheim. Genauso müsste mit dieser Kuh verfahren werden. Der Herr Kotzel vom Landratsamt Mühldorf sollte endlich seiner Verantwortung gerecht werden und die Kuh zum Abschuss durch befugte Personen freigeben. Denn zur kommenden Winterzeit stellt die Kuh noch eine größere Verkehrsgefahr dar, oder sie verendet auf natürliche Weise.

Franz Kriegl

Oberbergkirchen

Herr Loserth schreibt, Tierheime und Gnadenhöfe brächten dem Tierschutz nichts, sie seien praktisch überflüssig. Diese Ansicht ist naiv und entspricht nicht den Tatsachen. Zum Beispiel das Schicksal vieler Rennpferde: Jahrelang haben sie den Besitzern viel Geld verdient. Im Alter nicht mehr gebraucht, landen sie oft beim Schlachter. Die treuen Tiere haben es doch verdient, dass sie auf einem Gnadenhof ihren Lebensabend verbringen dürfen. Das Gleiche gilt für ausgesetzte Hunde und Katzen. Es ist doch wunderbar, dass es Menschen gibt, die diese armen Geschöpfe in Tierheimen versorgen (meist ehrenamtlich). Tierheime und Gnadenhöfe sind in einem zivilisierten Land eine Selbstverständlichkeit und gehören vom Staat mehr gefördert. Herr Loserth schreibt, Tiernahrung enthalte Fleisch, dafür müssten Rinder geschlachtet werden. Jeder logisch denkender Mensch weiß doch, dass es auf dieser Welt nicht nur Grasfresser gibt. Der Kreislauf der Natur ist ein ewiges Fressen und Gefressenwerden.

Siegfried und Lore Geiger

Kolbermoor

Seit Wochen erhalten wir den Eindruck, dass das "Kompetenzteam" von Gut Aiderbichl versucht, eine neue Variante des Wolpertinger-Fangens zu kreieren. Das einzig Amüsante an der ganzen Angelegenheit ist, dass eine ganz normale Kuh die Herrschaften auf den Boden der Realität zurückholt. Die Aiderbichler - allen voran Michael Aufhauser - versuchen, keine Gelegenheit zu versäumen, den Landwirten jedes Verständnis für Tiere, artgerechte Tierhaltung, für Tierschutz oder den richtigen Umgang mit Tieren abzusprechen, aber sie müssen sich von einem Rindvieh ihre Grenzen aufzeigen lassen - peinlich. Wer eine Kuh wochenlang mit einem Bataillon von Helfern und bis zu 20 Geländewagen durch die Gegend jagt, der muss seine Moral einmal kurz überdenken. Leider stört diese Tatsache das Ordnungsamt des Landkreises Mühldorf sehr wenig. Es scheint eine Inflation von Genehmigungen für den Einsatz von Immobilisationswaffen zu geben, die ihresgleichen sucht. Mit dem Gut Aiderbichl und dem Landkreis Mühldorf werden das Waffenrecht, das Betäubungsmittelrecht und auch das Tierschutzrecht so dehnbar wie ein durchgekauter Kaugummi.

Hans Haslberger

IG Bayerische

Gallowayzüchter und -halter Walpertskirchen

Wir im Landkreis sind über die Landkreisgrenzen hinaus bis deutschlandweit doch nur noch die Lachnummer eins. Unser Bekanntheitsgrad ist durch diesen "Rinderwahnsinn" sehr gestiegen. In einem anderen Landkreis hatten sie das gleiche Problem mit einer entlaufenen Kuh. Dort wurde dies aber stillschweigend gelöst, sodass nichts an die Öffentlichkeit drang. Wäre dies hier vielleicht nicht auch angebracht gewesen? Dass die Leute von Gut Aicherbichl hier auch Kapital (Bekanntheitsgrad) schlagen, ist doch ganz logisch. Ich hoffe nur, dass durch die Kuh kein Unfall passiert und dass sich die Sache (Tiere sind nunmal Sachen) bis zum Winter (da ist noch lange hin) regelt, denn dann wird es interessant - wenn kein Futter mehr zu finden ist. Wird die Kuh dann an einer Futterkrippe für Rehe gefüttert?

Hildegard Hucul

Neumarkt-St. Veit

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